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20.03.2003

13:45 Uhr

Porträts

Bushs Fünfer-Rat

US-Präsident George W. Bush berät alle Entscheidungen im Irakkrieg mit seinem Kriegskabinett, dem seine fünf engsten Mitarbeiter angehören.

HB/dpa WASHINGTON. Die Personen im Kurzporträt:

Richard Cheney - Der 62-jährige Vizepräsident diente in den verschiedensten Funktionen vier Präsidenten und verdiente zwischendurch Mill. in der freien Wirtschaft. Als Verteidigungsministers unter dem Vater des jetzigen Präsidenten hatte er den Golfkrieg 1991 geführt. Der konservative Politiker tritt schon lange für den Sturz Saddam Husseins auch im Alleingang ein.

Donald Rumsfeld - Der 70-Jährige Verteidigungsminister gibt sich direkt und charmant. Hinter seinem ironischen Lächeln verbirgt sich ein erzkonservativer Politiker, der oft wenig Verständnis für diplomatischen Feinheiten zeigt. Mit der abfälligen Äußerungen über das "alte Europa" provozierte er. Rumsfeld war schon einmal unter dem republikanischen Präsidenten Gerald Ford Pentagon-Chef.

Colin Powell - Der fast 67-Jährige Außenminister hat eine 35- jährige Militärerfahrung zurückblicken. Während des Golfkriegs 1991 war er Generalstabschef. Trotz seiner militärischen Vergangenheit ist Powell unter den Falken in Bushs engstem Kreis die Taube. Immer wieder hatte er energisch dafür plädiert, dass die USA sich vor einem Waffengang die Zustimmung der Vereinten Nationen holen.

Condoleezza Rice - Der 48-jährige Nationale Sicherheitsberatin des Präsidenten ist eine der mächtigsten Frauen in den USA. Die schwarze Politikprofessorin hat das absolute Vertrauen des Präsidenten, der bei praktisch jeder außenpolitischen Entscheidung ihren Rat einholt. Ähnlich wie Cheney und Rumsfeld gehört "Condi" dem konservativen Flügel an. Sie hat nach Medienberichten aber die Powell-Linie verfolgt.

George Tenet - Der CIA-Chef gehört seit den Anschlägen vom 11. September zu den täglichen Besuchern im Weißen Haus. Jeden Morgen informiert er den Präsidenten über die Sicherheitslage in aller Welt. Tenet ist bekannt dafür, dass er auch eine abweichende Meinung vertritt. So sagte er noch im vergangenen Herbst, der Irak stelle für die USA keine offensive Gefahr dar. Es bestehe eher die Gefahr, dass ein Krieg gegen den Irak zu neuen Terroranschlägen führe. Der Sohn griechischer Einwanderer wurde noch unter Bill Clinton 1997 CIA-Chef.

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