Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.01.2001

15:49 Uhr

dpa LISSABON. Portugiesische Nuklearwissenschaftler haben im Kosovo bislang keine Anzeichen für eine radioaktive Verseuchung entdeckt. "Wir haben bisher nichts festgestellt, was alarmierend wäre", sagt der Leiter der Expertenkommission, Fernando Carvalho, nach Rundfunkberichten vom Montag. Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Portugal hatte am Freitag eine Delegation von Experten in den Kosovo entsandt. Die Wissenschaftler sollen feststellen, ob es in den Gebieten, in denen portugiesische Nato-Soldaten stationiert sind, Hinweise auf eine radioaktive Verseuchung durch uranhaltige Munition gibt. Sie entnahmen Bodenproben sowie Urinproben von Soldaten und Zivilisten.

Die Mehrheit der Portugiesen ist nach einer Umfrage dafür, dass die Nato-Truppen aus dem Kosovo abgezogen werden. Der Fernsehsender SIC Noticias berichtete von einem zweiten Fall eines portugiesischen Nato-Soldaten, der nach seinem Einsatz auf dem Balkan an Leukämie gestorben sein soll.

In Spanien verlangte die kommunistische Vereinte Linke (IU) den Abzug der spanischen Soldaten aus dem Kosovo. Das Madrider Verteidigungsministerium richtete auf Grund der wachsenden Besorgnis in den Streitkräften wegen des "Balkan-Syndroms" ein Sorgentelefon für Soldaten ein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×