Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.02.2002

13:44 Uhr

Positive Signale aus Nordamerika

Siemens blickt zuversichtlich auf 2002

Die Siemens AG, München/Berlin, erwartet nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Heinrich von Pierer im laufenden Geschäftsjahr zum 30. September 2002 ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahr.

vwd BUENOS AIRES. "Ich gehe davon aus, dass sich das Ergebnis gegenüber dem letzten Jahr deutlich verbessert", sagte von Pierer am Freitag in Buenos Aires. "Wir haben für dieses Geschäftsjahr keinen Aufschwung unterstellt, sondern gehen von unverändert schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen aus", betonte von Pierer.

Deshalb habe Siemens eine ganze Reihe von Restrukturierungesprojekten begonnen, die auf einem guten Weg seien. "Diese werden wir auch mit allem Nachdruck durchziehen", kündigte von Pierer an.

Das Restrukturierungsprogramm für die Netzwerksparte, die im abgelaufenen Geschäftsjahr das Ergebnis von Siemens deutlich gedrückt hatte, sei "auf den Weg gebracht". Allerdings müssten "noch einige Maßnahmen neu definiert" werden, und Entsprechendes müsse auch noch umgesetzt werden. "Das ist ein steiniger Weg, den wir da begonnen haben", räumte von Pierer ein. Unter dem neuen Management befinde sich die Sparte allerdings auf einem guten Weg.

Der Siemens-Vorstandsvorsitzende stufte die allgemeine Geschäftslage auf Grund der konjunkturellen Krise nach wie vor als "unsicher" ein. Im Augenblick könne man nicht überblicken, ob der Konjunkturaufschwung komme. Allerdings gebe es in Nordamerika zunehmend positive Signale. Dies sei wichtig für ein Unternehmen wie Siemens, das sich in den vergangenen Jahren sehr stark in den USA engagiert und dort gut positioniert habe. "Wenn der Aufschwung dort kommt, werden sich die Geschäfte positiv entwickeln, und das könnte natürlich auch auf Deutschland und Europa belebende Auswirkungen haben", zeigte sich von Pierer zuversichtlich. Darüber hinaus gingen die Geschäfte in der VR China und dem übrigen asiatischen Raum nach wie vor sehr gut, betonte er.

Bei Siemens war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 der Konzerngewinn nach Steuern unter anderem wegen Restrukturierungsausfwendungen für die Mobilfunk- und Netzwerksparte auf 2,09 (8,86) Mrd. Euro gesunken. Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres hatte der Konzern ein Nachsteuerergebnis von 538 Mill. Euro verbucht nach einem Plus von einer Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum und einem Verlust von 1,09 Mrd. Euro im Vorquartal.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×