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26.07.2000

14:08 Uhr

Die europäischen Börsen haben am Mittwoch ohne klare Richtung tendiert. Auch die positive Vorgabe von der Wall Street habe die Geschäfte in Europa nicht in Schwung bringen können, hieß es am Markt. Im Mittelpunkt standen vorgelegte Unternehmensergebnisse. Anleger prüften diese aber Händlern zufolge kritisch, und entdeckten bei manchen Unebenheiten auf der glatten Oberfläche. So hätten flau aussehende Ergebnisprognosen für das kommendene Quartal bei Konzernen wie Siemens und Ericsson zu Verunsicherung unter den Investoren geführt, hieß es aus Händlerkreisen.

In New York hatte der technologielastige Nasdaq-Composite-Index 1,21 % auf 4 029,57 Zähler zugelegt. Der Dow-Jones-Index hatte 0,14 % auf 10 699,97 Punkte gewonnen.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz stieg um 0,4 % auf 4 963 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) verbesserte sich um 0,4 % auf 5 235 Punkte.



London - FTSE-Index unbewegt

An der Londoner Börse hat sich der FTSE-100-Index relativ unbewegt in engen Spannen präsentiert. Der Index lag gegen Mittag um 0,2 % höher bei 6 403 Punkten. Auch ein deutliches Plus von nahezu drei Prozent bei Schwergewicht Vodafone habe die Geschäfte nicht sonderlich aus der Lethargie gerissen, hieß es am Markt. Die Umsätze seien nicht groß. Topgewinner war Supermarktbetreiber Sainsbury, der nach starken Quartalszahlen um bis zu zehn Prozent zulegte. Abbey National hingegen konnte nicht von seinen positiven Ergebnissen profitieren, und fiel über drei Prozent.



Zürich - SMI-Index schwächer

Die Titel an der Schweizer Börse lagen überwiegend etwas schwächer. Der SMI-Index fiel um 0,13 % auf 8 005,1 Punkte. Ciba profitierte allerdings Händlern zufolge von Plänen für eine US-Börsennotiz, und verbesserte sich um zwei Prozent. Auch ABB erhole sich von der Schwächephase der vergangenen Woche. Der Titel legte über ein Prozent zu. Deutlichere Kursrückgänge verzeichneten dagegen Indexschwergewichte Nestle, Novartis und Roche.



Paris - CAC-Index höher

An der Pariser Börse stiegen die Aktienkurse. Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen kletterte um 0,8 % auf 6 518 Punkte. Eine Erholung bei "New Economy" Werten habe zu dem Aufschwung beigetragen, hieß es am Markt. Dennoch sei der Markt weiter volatil. France Telecom notierten um 1,8 % höher. Canal Plus gewannnen über ein Prozent dazu. Die Regulerungsbehörden hatten zuvor angekündigt, die Fusion mit Vivendi und Seagram nicht zu blockieren. Vivendi gaben um 0,2 % auf 89,10 % nach.



Mailand - Mib30-Index uneinheitlich

Der MIB30-Index der Mailänder Börse hat sich uneinheitlich entwickelt. Der Index lag gegen Mittag um 0,02 % tiefer auf 47 867 Punkten. Gute Ergebnisse bei Fiat und Seat hätten wider Erwarten keine allzu hohe Kauflust bei den Anlegern produziert, sagten Händler. Die beiden Titel stiegen nur leicht an. Finmeccanica gewannen knapp ein Prozent. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, das neue Joint-Venture mit GKN habe einen positiven Einfluss auf das Konzernergebnis.



Madrid - Telefonica im Blick

An der Börse in Madrid kletterte der Ibex-Index um 1,01 Prozent auf 10 824,3 Punkte. Händlern zufolge liegt Telefonica im Mittelpunkt. Einem Zeitungsbericht zufolge steht der Rücktritt von Firmenchef Juan Villalonga unmittelbar bevor. Villalonga sei wegen Berichte über angebliche Insidergeschäfte mit Aktien seines Unternehmens unter Druck geraten, hieß es. Telefonica-Aktien stiegen um über zwei Prozent auf 24,14 Euro. Im Finanzsektor verbesserten sich BSCH um 0,5 %.

Amsterdam - Bei geringen Umsätzen richtungslos

Im Amsterdamer Aktienhandel haben die meisten Kurse bei geringen Umsätzen zur Eröffnung nachgegeben. Der AEX-Index lag aber gegen Mittag mit 0,06 % bei 683 Punkten leicht im Plus. Softwarehersteller Baan verlor vor einer für den Nachmittag erwarteten Bekanntmachung der Invensys-Gruppe über drei Prozent auf 2,56 Euro. Invensys hatte ein für Baan überlebensnotwendiges Übernahmeangebot gemacht. Am Dienstag war die zweite Frist für den Kauf abgelaufen. Gewinnmitnahmen belasteten Akzo Nobel, die nach starken vortäglichen Gewinnen um ein Prozent nachgaben.



Wien - ATX-Index behauptet

An der Wiener Börse hat sich der ATX-Index mit einem Plus von 0,15 % bei 1 148 Punkten behauptet präsentiert. Bei der kurz vor der Übernahme durch die Hypovereinsbank stehenden Bank Austria sei es aber deutlich ruhiger als in den Tagen zuvor, sagten Händler. Die Titel notierten leichter bei 59,83 (60) Euro. Tagesgewinner waren Cybertron und RHI. Semperit lagen leichter.



Brüssel - BEL20-Index trendlos

In Brüssel hat der Bel20-Index um 0,09 % auf 3042 Punkte zugelegt. Der Handel entwickle sich trendlos, hieß es am Markt. Einzelhändler GIB legten über zwei Prozent zu, nachdem der Kurs am Dienstag nach der Ankündigung des Konzerns, die restlichen Anteile an der Supermarktkette GB an den französischen Handelskonzern Carrefourverkaufen zu wollen, verloren hatte. Im Chemie-und Pharmasektor gewannen Solvay und UCB.



Stockholm - OMX-Index nahezu unverändert

Stockholmer Aktien haben bis gegen Mittag keine größeren Ausschläge verzeichnet. Der OMX-Index lag um 0,2 % höher bei 1 349 Punkten. Börsenschwergewicht Ericsson legte eine Krone auf 181,50 skr zu. "Nach den letzten Abwärts-Tagen, sollte es bei Ericsson zu einer Erholung kommen", sagte ein Händler. Nokia verbesserten sich um über vier Kronen. Mobilfunkbetreiber Netcome verloren erneut, und sackten um 15 Kronen auf 594 skr ab.

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