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01.02.2002

09:30 Uhr

Post-Aktie im Minus

Deutsche Aktien eröffnen gut behauptet

Im Sog der US-Börsen hat der Dax den Freitagshandel mit einem Plus von 0,36 % auf 5 126 Punkte begonnen. Die Märkte in New York hatten nach Börsenschluss in Frankfurt ihre Gewinne deutlich ausgebaut.

dpa/rtr/vwd FRANKFURT/M. Der Deutsche Aktienindex (Dax) notierte innerhalb der ersten Handelsminuten 0,1 Prozent fester bei 5 111 Punkten. Am Neuen Markt gab der Nemax 50 um 0,1 Prozent auf 1 150 Punkte nach. Der MDax für die mittelgroßen Werte notierte wenige Minuten nach Handelsbeginn 0,3 Prozent schwächer bei 4 427 Punkten.

Händler verwiesen auch auf die günstige charttechnische Situation. Allerdings seien die Anleger vorsichtig und kauften eher zögerlich, hieß es weiter. Denn am Nachmittag werde in den USA der neue Arbeitsmarktbericht veröffentlicht, und der könne erfahrungsgemäß die Märkte durcheinander wirbeln. Sollten die Zahlen besser ausfallen, könnte dies als positives Zeichen auf die Wirtschaftsentwicklung gedeutet werden. Außerdem seien im späteren Geschäft Gewinnmitnahmen möglich, da einige Anleger vor dem Wochenende Bestände abbauen könnten.

Im Mittelpunkt standen zunächst Daimler-Chrysler , nachdem die Deutsche Bank mit einem Verkauf ihres Pakets gedroht hat, weil der Kursverlauf die Erwartungen der Bank bisher nicht erfüllt habe. Da die Bank allerdings inzwischen klar gestellt hat, dass sie nicht an einen unmittelbaren Verkauf denkt, erholten sich die Titel von ihren gestrigen Kursverlusten und notierten im frühen Handel 1,3 Prozent fester bei auf 47,54 Euro.

Ebenfalls auf der Gewinnerseite standen die Aktien von SAP , die um 0,6 Prozent auf 163,04 Euro anzogen. Sie profitierten nach angaben von Händlern von günstigen Aussagen des Konkurrenten Oracle zum Geschäft. Auch andere Technologiewerte sind gefragt. Siemens stiegen um 0,7 Prozent auf 69 Euro, die Titel der Deutschen Telekom zogen um 0,4 Prozent auf 17,22 Euro an.

Unter Kursverlusten litten indes die Papiere der Deutschen Post, die um 1,4 Prozent auf 14,70 Euro nachgaben. Händler verwiesen auf einen Zeitungsbericht, nachdem das Unternehmen unrechtmäßig Mehrwertsteuer von seinen Kunden kassiert, aber nicht weiter gegeben hat. "Normalerweise ein klassischer Fall von Steuerhinterziehung", urteilte ein Analyst. Metro verloren 1,6 Prozent auf 37,07 Euro, nachdem eine Investmentbank die Aktien heruntergestuft hatte.

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