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16.01.2003

20:45 Uhr

Post-Aktien stark gefragt

Kriegsängste bremsen den Dax

Starke Kursgewinne der Deutschen Börse AG und der Post haben am Donnerstag in einem nur wenig veränderten Deutschen Aktienindex herausgeragt. Wieder aufkommende Ängste der Anleger vor einem Irak-Krieg bremsten unterdessen den Anstieg des Dax, berichteten Marktteilnehmer.

Reuters FRANKFURT. Deutschlands wichtigster Börsen-Index schloss 0,15 Prozent höher bei 3054 Punkten. An den Devisenmärkten kletterte der Euro zeitweise auf ein ein neues Drei-Jahreshoch von 1,0627 Dollar. Auch die klassische Krisenanlage Gold stieg weiter an und markierte bei 358,50 Dollar je Feinunze den höchsten Stand der vergangenen sechs Jahre. Zuvor hatten die UNO-Waffeninspektoren in Irak leere Sprengköpfe für Chemiewaffen gefunden.

In Frankfurt schloss der Nebenwerte-Index MDax 0,27 Prozent im Plus bei 3125 Punkten. Der Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax-50 erhöhte sich um rund ein Prozent auf 393,91 Zähler. In den USA tendierten die Märkte zum Handelsschluss in Frankfurt schwächer.

Im Mittelpunkt des Frankfurter Aktienhandels standen die Papiere der Deutschen Börse, die sich um 5,42 Prozent auf fast 36 Euro verteuerten und damit von belastenden Übernahmegerüchten erholen konnten. Am Mittwoch hatten Gerüchte um eine möglicherweise kostspielige Übernahmeofferte für die Londoner Börse die Anleger verschreckt.

Auch Post-Papiere kletterten um mehr als fünf Prozent auf 11,41 Euro. Höhere Preise im Paketgeschäft werden die Einnahmen der Post ab März verbessern. Zudem legten die Aktien der Automobilfirmen zu, allen voran die Titel von Volkswagen. Sie stiegen um 3,61 Prozent. Die Aktien der Lufthansa verteuerten sich am Tag der Warnstreiks durch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi um knapp drei Prozent. Das befürchtete Chaos an den Flughäfen war ausgeblieben.

Deutlich im Minus schlossen die Aktien der Technologiefirmen wie Siemens und Infineon, die sich um 3,44 Prozent beziehungsweise 2,17 Prozent verbilligten. Die Anleger seien wegen der bevorstehenden Quartalszahlen wichtiger US-Technologiefirmen wie Microsoft sehr vorsichtig gewesen, sagten Händler.

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