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24.01.2001

10:36 Uhr

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Post wehrt sich gegen FedEx- und UPS- Verdächtigungen

Die Deutsche Post hat den Verdacht ihrer US-Konkurrenten FedEx und United Parcel Service (UPS) zurückgewiesen, sie verstoße mit ihrer Beteiligung an der Luftfrachtlinie DHL Airways gegen amerikanische Gesetze. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass die Deutsche Post gegen geltende US-Gesetze verstoßen habe, sagte ein Sprecher des Bonner Konzerns am Mittwoch auf Reuters-Anfrage.

Reuters BRÜSSEL. Die Deutsche Post hat den Verdacht ihrer US-Konkurrenten FedEx und United Parcel Service (UPS) zurückgewiesen, sie verstoße mit ihrer Beteiligung an der Luftfrachtlinie DHL Airways gegen amerikanische Gesetze. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass die Deutsche Post gegen geltende US-Gesetze verstoßen habe, sagte ein Sprecher des Bonner Konzerns am Mittwoch auf Reuters-Anfrage. Zuvor hatte er bestätigt, dass FedEx und UPS bei der US-Regierung Petitionen gegen die Beteiligung der Post an der amerikanischen Luftfrachtgesellschaft DHL Airways eingereicht haben.

Ein US-Gesetz untersagt es ausländischen Firmen, mehr als 25 % an einer heimischen Fluglinie zu erwerben. Der Deutschen Post gehört die Mehrheit am Luftfrachtkonzern DHL International, der eine Beteiligung an DHL Airways hält. Die Zeitung "Wall Street Journal" hatte berichtet, UPS und FedEx wollten der DHL Airways die Aktivitäten in den USA untersagen lassen, da die Deutsche Post mit ihrer indirekten Beteiligung an der Firma gegen die US-Gesetze verstoße.

Der Post-Sprecher sagte dagegen, DHL International halte lediglich 23 % an DHL Airways, und die Post besitze wiederum knapp 51 % an DHL International. Insofern könne keinesfalls davon die Rede sein, dass die Post mit 25 % an DHL Airways beteiligt sei. "Wir haben nicht vor, den Anteil an US Airways über das gesetzliche Maß hinaus zu erhöhen. Es wird auch in Zukunft so bleiben, dass wir die US-Gesetze achten", sagte der Post-Sprecher weiter.

Bei den Petitionen scheine es sich vielmehr nur um einen weiteren Versuch der Konkurrenz zu handeln, der Post nicht im Wettbewerb, sondern auf juristischem Wege entgegen zu treten, sagte der Sprecher. Die Deutsche Post hatte im Herbst ihre Beteiligung an der in Brüssel ansässigen DHL International für 749 Mill. $ auf 50,642 % rund verdoppelt. Die Post hält sich eigenen Angaben zufolge eine weitere Aufstockung der Beteiligung vor. UPS hat auch bereits Wettbewerbsuntersuchungen gegen die Deutsche Post bei der EU-Kommission beantragt.

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