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04.02.2001

19:00 Uhr

dpa WASHINGTON. US-Außenminister Colin Powell hat am Sonntag bekräftigt, dass die USA möglicherweise aus dem ABM-Vertrag von 1972 mit Moskau über die Begrenzung von Raketenabwehrsystemen aussteigen werden.

Im Zuge der Verwirklichung der amerikanischen Pläne für einen nationalen Abwehrschild "werden wir an einen Punkt gelangen, an dem wir an die Grenzen des ABM-Vertrages stoßen", sagte Powell in einem Interview der Fernsehgesellschaft ABC. "Dann werden wir mit den Russen darüber verhandeln müssen, welche Veränderungen (des Vertrages) angemessen sein könnten, und wir müssen die Möglichkeit eines Ausstiegs ins Auge fassen, wenn das Abkommen nicht länger unseren Zielen dient."

Powell bekräftigte wie zuvor Verteidigungsminister Donald Rumsfeld während der Münchener Sicherheitskonferenz, dass die Verbündeten, aber auch andere Staaten wie Japan vor dem Aufbau einer Raketenabwehr "voll konsultiert" würden. Die USA wollten ihren Freunden und Partnern nichts "aufdiktieren", sondern hofften darauf, sie im Zuge der Konsultationen "überzeugen" zu können. Die Verbündeten müssten aber verstehen, dass diese Gespräche auf der prinzipiellen Überzeugung der USA basierten, dass eine Raketenabwehr nötig sei.

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