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01.05.2003

18:35 Uhr

Powell erteilt Spekulationen eine Absage

"Für neue Nahost-Friedenskonferenz zu früh"

US-Außenminister Colin Powell hat Spekulationen über eine baldige neue Nahost-Friedenskonferenz eine Absage erteilt. Für ein solches Treffen sei die Zeit noch nicht reif, sagte er am Donnerstag nach einem Gespräch mit seiner spanischen Amtskollegin Ana Palacio in Madrid.

HB/dpa MADRID. Zunächst müsse die Entwicklung nach der Vorlage des so genannten Fahrplans zum Nahost-Frieden beobachtet werden. "Israelis und Palästinenser müssen nun Gespräche beginnen und dem Terror und der Gewalt ein Ende setzen." Vorfälle wie der jüngste Selbstmordanschlag dürften den Fahrplan nicht stören.

Zur Nachkriegsordnung im Irak sagte Powell, die USA hätten gegen eine mögliche islamische Regierung im Prinzip nichts einzuwenden. Hauptsache sei, dass das Land nach Jahrzehnten der Diktatur unter Saddam Hussein demokratisch regiert werde. "Wir hoffen, dass die Iraker einen Weg finden, der Glaube und Demokratie verbindet."

Nach seinem Treffen mit Palacio wollte Powell am späten Abend noch mit dem spanischen Ministerpräsidenten José María Aznar zusammenkommen. Anschließend war seine Weiterreise nach Albanien, Syrien und Libanon geplant. Powell will bei seinen Besuchen vor allem für Unterstützung beim Wiederaufbau des Iraks und für den neuen Nahost-Friedensplan werben. Die Regierung in Madrid hatte zu den stärksten Befürwortern der Militärintervention im Irak gehört.

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