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01.04.2003

11:20 Uhr

"Powell ist gescheiterter Diplomat"

Syrien weist US-Vorwürfe zurück

Die syrische Führung hat die neuen Vorwürfe der US-Regierung zurückgewiesen, wonach Damaskus angeblich den irakischen Präsidenten Saddam Hussein und mehrere Terrorgruppen aktiv unterstützt.

HB/dpa DAMASKUS/KAIRO. Nach US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte am Montag auch Außenminister Colin Powell die Regierung von Präsident Baschar el Assad und die iranische Führung scharf angegriffen.

Die halbamtliche Zeitung "Syria Times" schrieb am Dienstag: "Während Rumsfelds Drohungen gegen Syrien das amerikanische Versagen im militärischen Bereich übertünchen sollten, so dienten Powells Drohungen dem Zweck, einen großen Fehler zu verdecken: Die Unfähigkeit Powells, irgendeine internationale Unterstützung für die amerikanisch-britische Aggression gegen den Irak zu Stande zu bringen." Besonders alarmierend sei auch die Tatsache, dass Powell seine Drohungen gegen Syrien vor "fanatischen Juden" der amerikanischen jüdischen Lobby-Organisation AIPAC ausgestoßen habe.

Die Zeitung "Al-Baath", das Sprachrohr der regierenden Baath Partei, - riet Powell unterdessen, sich auf die Beantwortung der Frage "Weshalb hassen sie (die Araber) uns (die Amerikaner)?" zu konzentrieren, anstatt auf den Pfaden "der Abenteurer zu wandeln, die genährt wurden mit der Milch des Extremismus und der Feindseligkeit wie (Israels Ministerpräsident Ariel) Scharon".

Syriens Außenministerium hatte am Montag erklärt, die Regierung habe sich entschieden, an der Seite des irakischen Brudervolkes zu stehen, das sich von einer ungerechtfertigten und illegalen Invasion heimgesucht werde. Das Land vertrete den Standpunkt der Mehrheit der Staaten der Welt, die "Nein zur Aggression gegen den Irak gesagt hat".

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