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13.02.2003

10:06 Uhr

Preisniveau stabil

EZB: Wirtschaft ist Abwärtsrisiken ausgesetzt

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält das Zinsniveau in der Euro-Zone nach wie vor für angemessen, um ein stabiles Preisniveau zu sichern. Gleichzeitig ist die erwartete Konjunkturerholung nach Einschätzung der Notenbank vor allem wegen der ungewissen Folgen eines Irak-Krieges weiterhin Abwärtsrisiken ausgesetzt.

Reuters FRANKFURT. "Das gegenwärtig niedrige Niveau der EZB-Leitzinsen dürfte dazu beitragen, die von der hohen weltweiten Unsicherheit ausgehenden negativen Auswirkungen auf die Wirtschaftstätigkeit auszugleichen, und dadurch zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung im Lauf des Jahres 2003 beisteuern", hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten EZB-Monatsbericht für Februar. Der EZB-Rat sei zuletzt weiter davon ausgegangen, dass die wachstumshemmende Unsicherheit im Lauf des Jahres zurückgehen werde. Doch es sei nicht möglich, die Auswirkungen des Irak-Konflikts, der schon seit Monaten das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern belastet, auf die Wirtschaft abzusehen.

"Zusammengenommen bestehen weiterhin Abwärtsrisiken für die Wirtschaftsaussichten im Euro-Währungsgebiet", teilte die EZB im Vorwort des Berichts mit, das den Ausführungen von EZB-Präsident Wim Duisenberg nach der Ratssitzung vom 6. Februar entspricht. Die EZB hatte in der vergangenen Woche wie weithin erwartet den Leitzins bei 2,75 % belassen, nachdem sie erst im Dezember mit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte auf die schwache Konjunktur und die sinkenden Inflationsgefahren reagiert hatte. An den Finanzmärkten wird wegen der trüben Konjunkturaussichten aber mit einer weiteren Zinssenkung im Frühjahr gerechnet, einige erwarten diese bereits auf der nächsten Ratssitzung im März.

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