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26.01.2003

18:34 Uhr

Privater Konsum geschrumpft

Ende der Konsumflaute nicht in Sicht

Nach Einschätzung der Gesellschaft für Konsumforschung bleiben die Deutschen beim Privatkonsum weiter zurückhaltend.

dpa HAMBURG. Ein Ende der Kaufzurückhaltung in Deutschland ist nach Einschätzung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für die kommenden Monate nicht in Sicht. "Die Portemonnaies der Deutschen bleiben vorerst weiter zugeknöpft", sagte GfK-Vorstandschef Klaus Wübbenhorst der Zeitung "Die Welt". Der private Konsum in Deutschland sei 2002 erstmals seit Erhebung gesamtdeutscher Daten mit einem Minus von 0,5 % geschrumpft.

Die Konjunkturerwartung der Verbraucher sei auf dem Stand der Krisenjahre 1993 und 2001, die Anschaffungsneigung sogar auf dem niedrigsten Niveau seit 20 Jahren, sagte der Chef der Marktforschungsgesellschaft weiter. Selbst die starken Rabatte in manchen Branchen hätten daran bisher nichts ändern können.

Belastend wirken nach Einschätzung Wübbenhorsts vor allem die hohe Arbeitslosigkeit und ein drohender weiterer Stellenabbau. "Wer fürchten muss, seinen Job zu verlieren, der spart lieber und konsumiert weniger." Hinzu komme die Unsicherheit über die möglichen wirtschaftlichen Folgen eines Irak-Krieges. Doch auch die Angst vor weiteren Steuer- und Abgabenerhöhungen verderbe die Kauflaune.

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