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13.01.2003

17:31 Uhr

Probleme bei der Übertragung

Bei MM-Services holpert es noch

Multimedia Messaging Services (MMS) funktionieren noch nicht reibungslos. In der Startphase von MMS könne weder von stabiler Performance noch von einem guten Preis-/Leistungsverhältnis die Rede sein. Das berichtet das Telekommunikationsmagazin "Connect" in seiner aktuellen Ausgabe.

HB STUTTGART. Vor allem bei MMS aus unterschiedlichen Medientypen mit Sound-, Text- und Bild-Informationen sie die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Daten nicht korrekt ankommen, heißt es. Nokia-Handys wie das 6610 erlauben das "multimediale Mixen" erst gar nicht. Auch bei der Übertragung von Sound-Dateien erwartet den Empfänger häufig nur Stille: Manche Nokia-Handys geben Sound-Dateien gar nicht wieder, andere Handys verwenden nicht zueinander kompatible Sound-Dateien. Fotos kommen dagegen meist korrekt beim Empfänger an.

Um die Folgen der noch unzureichenden Standardisierung bei MMS abzumildern, bauen viele Netzbetreiber so genannte "content adaptation"-Programme ein. Damit werden versandte Bilder bei Bedarf an das Format des Empfangshandys angepasst.

Wie die Zeitschrift weiter berichtet, ist die Kommunikation per MMS derzeit noch nicht zuverlässig: Antwortet ein E-Mail-Empfänger per E-Mail auf eine MMS, so wird seine Nachricht niemals beim MMS-Teilnehmer ankommen. Und es kommt noch schlimmer: Über diesen Umstand wird der E-Mail-User derzeit von T-Mobile und Vodafone noch nicht einmal informiert.

Ein weiterer Kritikpunkt am neuen mobilen Service ist, dass die Kunden ohne MMS-Handy ihre Nachrichten mühsam via Internet abrufen müssen. Das erforder die Eingabe einer mehr als 50 Zeichen langen Web-Adresse sowie der eigenen Handy-Nummer im internationalen Format. Zudem unterschlagen die MMS-Gateways der Netzbetreiber Sound-Dateien.

Im Ausland wird MMS teuer - und zwar besonders für den Empfänger: Die Netzbetreiber verlangen vom Empfänger den GPRS-Volumentarif des ausländischen Netzbetreibers für die Übertragung der MMS plus 25 Prozent Aufschlag. Außerdem funktioniert MMS im Ausland meist nicht, da die deutschen Netzbetreiber nur mit einem Bruchteil ihrer Roaming-Partner GPRS-Roaming-Abkommen geschlossen haben - GPRS ist aber Voraussetzung für MMS.

Das hohe Preisniveau für MMS von derzeit bis zu 1,29 Euro werde nach Informationen von "Connect" unverändert bleiben. Allerdings erwarten die Experten einen Preisverfall bei MMS-Infodiensten wie etwa Wettervorhersagen mit Satellitenbild.

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