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28.01.2003

22:28 Uhr

Procter & Gamble größter Gewinner

Dow klettert wieder über 8 000 Zähler

Überraschend positive Prognosen von US-Konzernen wie Merck und Xerox sowie besser als erwartet ausgefallene US-Verbraucherdaten haben der Wall Street am Dienstag Kursgewinne beschert. Händler sagten, der Markt werde aber weiterhin von Kriegsängsten dominiert, und die Investoren seien im Vorfeld der Rede von US-Präsident George W. Bush sehr nervös.

Reuters NEW YORK. Überraschend positive Prognosen von US-Konzernen wie Merck und Xerox sowie besser als erwartet ausgefallene US-Verbraucherdaten haben der Wall Street am Dienstag Kursgewinne beschert. Händler sagten, der Markt werde aber weiterhin von Kriegsängsten dominiert, und die Investoren seien im Vorfeld der Rede von US-Präsident George W. Bush nervös und vorsichtig.

Der Dow-Jones-Index legte zum Handelsschluss 1,24 Prozent auf rund 8089 Punkte zu, die US-Technologiebörse Nasdaq gewann 1,28 Prozent auf rund 1342 Punkte, und der breiter gefasste S&P-500-Index stieg 1,31 Prozent auf rund 859 Zähler. Edgar Peters, Chefinvestment Officer bei PanAgora Asset Management, sagte: "Das Thema Krieg steht immer noch im Mittelpunkt. Die Anleger warten weiter ab, was mit Irak passieren wird, und das wird das Geschäft noch einige Wochen lang prägen." Alfred Kugel, Stratege bei Stein Roe Investment Counsel, fügte hinzu: "Es war in letzter Zeit ziemlich schwierig. Wir mussten uns einmal davon erholen, und das ist heute der Fall. Aber ich denke nicht, dass sich viele Anleger vor der Rede des Präsidenten langfristig engagieren." Bush wird seine Rede zur Lage der Nation seinen Beratern zufolge dazu nutzen, die Bevölkerung auf einen Irak-Krieg einzustimmen. Bush wird die Rede gegen 21.00 Uhr Ortszeit (Mittwoch 03.00 Uhr MEZ) vor dem US-Kongress halten.

Die Aktien des US-Pharmakonzerns Merck & Co legten rund 5,1 Prozent auf 54,40 Dollar zu. Der Konzern steigerte nach eigenen Angaben im vierten Quartal den Gewinn nur leicht, prognostizierte aber für das Geschäftsjahr 2003 einen Gewinn über den bisherigen Analystenerwartungen. Die Papiere des US-Büromaschinenherstellers Xerox kletterten um rund 17,4 Prozent auf 9,45 Dollar und waren der umsatzstärkste Wert an der New York Stock Exchange. Das Unternehmen hatte im Zuge von Kostensenkungen und dank einer starken Nachfrage überraschend einen Quartalsgewinn erzielt und seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt.

Die Papiere des US-Rüstungskonzerns Northrop Grumman stiegen rund vier Prozent auf 91,86 Dollar. Die aggressive Akquisitionsstrategie trug nach Unternehmensangaben im vierten Quartal 2002 zu einer Gewinnsteigerung bei. Auch für die Zukunft sei angesichts des höheren US-Militärhaushalts sowie der Zukäufe mit steigenden Gewinnen zu rechnen. Die Aktien des Pharmakonzerns Wyeth rückten um rund elf Prozent auf 37,70 Dollar vor. Das Unternehmen hatte zwar mitgeteilt, der Gewinn im ersten Quartal 2003 werde sich deutlich verringern. Im weiteren Jahresverlauf dürfte sich die Ertragslage jedoch durch höhere Umsätze bei neuen Medikamenten wieder erholen. Händler sagten, auch die besser als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherdaten hätten die Kurse gestützt.

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