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13.01.2003

14:40 Uhr

Produktion sinkt leicht

Deutsche Autos international sehr gefragt

Die deutschen Autobauer haben im vergangenen Jahr trotz der weltweiten Wirtschaftsflaute nur knapp ihren Exportrekord von 2001 verfehlt. Mit 3,62 Millionen Personen- und Kombiwagen verkauften sie jenseits der deutschen Grenzen ein Prozent weniger und erreichten damit das zweitbeste jemals erzielte Ausfuhrergebnis.

HB/dpa RRANKFURT. Dies berichtete der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag in Frankfurt. Die Produktion sank hingegen leicht. Insgesamt rollten 5,12 Millionen Pkw und Kombi zwischen Januar und Dezember von den Bändern, drei Prozent weniger als 2001. Damit wurde die Schwelle von fünf Millionen Autos zum fünften Mal in Folge überschritten. Knapp 71 Prozent aller Autos "made in Germany" gingen ins Ausland. "Die deutsche Automobilindustrie agierte international auch 2002 sehr erfolgreich", zog der Verband Bilanz. Dieser Trend soll 2003 anhalten. Der VDA rechnet mit einem Exportvolumen 3,4 bis 3,5 Millionen Personenwagen.

Die für die zweite Jahreshälfte 2002 erwartete Belebung des deutschen Marktes sei aber ausgeblieben. Die Neuzulassungen lagen mit 3,25 Millionen drei Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der VDA setzt auf eine Belebung des Inlandsgeschäft in den kommenden Monaten. Falls die Bundesregierung wieder auf einen "nachvollziehbaren Kurs zurückfinde" und der Irak-Konflikt nicht in einem Krieg eskaliere, sei wieder eine Steigerung der Neuzulassungen auf 3,3 Millionen möglich.

Im Dezember konnte der negative Trend im Inland bereits unterbrochen werden. In diesem Monat gab es mit 229 000 ein Prozent mehr Zulassungen als im Vorjahresmonat. Die deutschen Hersteller konnten damit ihre Jahresbilanz allerdings nur in wenigen Fällen aufbessern. Es waren die ausländischen Anbieter, die zulegten. Sie verzeichneten mit 87 200 ein Plus von sechs Prozent. Das Exportgeschäft der deutschen Anbieter legte im Dezember - wie bereits im November - im Jahresvergleich um acht Prozent auf 257 100 Einheiten zu. Die Produktion zog damit um vier Prozent auf 334 200 an.

Auch das Nutzfahrzeuggeschäft entwickelte sich im Dezember etwas besser als im Gesamtjahr 2002. Mit 23 100 Fahrzeugen verließen ein Prozent mehr Lastkraftwagen und Busse die Fertigungshallen. Im Gesamtjahr gab es allerdings ein kräftiges Minus von elf Prozent auf 346 700. Dabei ging sowohl in Deutschland als auch international die Nachfrage um neun Prozent zurück. Im Gefolge der IAA-Lkw-Messe in Hannover hatte es im September und Oktober lediglich einen kurzen Nachfrageboom gegeben.

Am stärksten war der Rückgang im abgelaufenen Jahr bei den Transportern. Hier blieb die Produktion mit 212 200 Fahrzeugen rund 14 Prozent hinter dem Wert von 2001 zurück. Der Rückgang bei den schweren Lastkraftwagen fiel mit sechs Prozent auf 124 700 deutlich schwächer aus.

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