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17.01.2001

07:50 Uhr

Prognose soll sich in der zweiten Hälfte des Jahres wieder umkehren

Eastman Kodak erwartet Gewinnrückgang

Das Ergebnis wird laut Kodak durch gestiegene Herstellungskosten und rückläufige Produktion beeinträchtigt. Der Gewinnausblick für das Jahr entspreche einem Rückgang von sechs bis acht Prozent gegenüber 1999.

vwd NEW YORK. Eastman Kodak Co, Rochester, erwartet für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2000 einen Nettogewinn zwischen 0,65 bis 0,75 USD je Aktie. Das Unternehmen, das am Mittwoch seine Zahlen vorlegt, hatte im Dezember eine Gewinnwarnung ausgegeben und diese mit der nachlassenden Verbrauchernachfrage sowie einer Reduzierung der Lagerbestände seitens des Einzelhandels begründet. Analysten hatten zuvor im Mittel 1,07 $ je Aktie prognostiziert. Die Überschusserwartung für das Gesamtjahr 2000 hatte Kodak auf 4,65 bis 4,75 $ je Aktie reduziert, während die Analysten zuvor 5,07 US $ je Aktie erwartet hatten.

Das 2000er-Ergebnis wird laut Kodak durch gestiegene Herstellungskosten und rückläufige Produktion sowie eine verzögerte Erholung des Geschäftsbereichs Kodak Professional beeinträchtigt. Der Gewinnausblick für das Jahr entspreche einem Rückgang von sechs bis acht Prozent gegenüber 1999. Kodak hatte dies bei der Gewinnwarnung auch mit dem starken US-Dollar begründet. Das Unternehmen rechnet damit, dass das abgeschwächte Wachstum in der ersten Jahreshälfte anhält. Dem solle durch Einsparungen von 200 Mill. $ bei den Kapitalausgaben sowie einem Abbau der Lagerbestände um 200 Mill. $ entgegen gewirkt werden, hieß es.

Der Abschwung wird sich den Unternehmenerwartungen zufolge voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2001 wieder umkehren. Für 2001 geht Kodak von einem Jahresergebnis von 4,50 bis 4,90 $ je Aktie aus, nachdem Analysten eine Prognose von im Mittel 5,30 $ je Aktie ausgegeben hatten. Im ersten Quartal 2001 plant Kodak einen Gewinn je Aktie von 0,50 bis 0,60 USD und liegt damit deutlich unter der Analystenprognose von 0,89 $. Der Ausblick für 2001 unterstellt laut Kodak ein BIP-Wachstum von 2,0 bis 2,5 Prozent. Wegen der rückläufigen Umsatzzahlen im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres werde das Umsatzwachstum 2001 bei vier bis sechs Prozent liegen, kündigte Kodak an.

Die schlechteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern laut Kodak nichts an der Strategie des Konzerns, sich verstärkt auf die Digitaltechnologie zu stützen. Ferner wolle der Konzern seinen Anteil am weltweiten Filmmarkt halten, den Breakeven im China-Geschäft vor der Planung erreichen und eine Digitalinfrastruktur für den Endverbraucher aufbauen.



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