Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2007

13:03 Uhr

PWC-Studie

Typisch deutsch ist gut fürs Geschäft

VonDieter Fockenbrock

Das Vertrauen der führenden Manager in weiteres Wachstum der Weltwirtschaft war noch nie so groß wie heute. Das besagt eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC. Besonders die heimischen Chefs sind bester Laune, denn ihre Firmen sind gut aufgestellt. Ihren Erfolg verdanken die Deutschen nicht zuletzt ihren kleinen Eigenheiten.

Die Eigenheit der Deutschen, möglichst viel am Produkt selbst machen zu wollen, ist eine ihrer Stärken. Hier ein Besuch im Karlsruher Werk des Maschinenbauers IWKA. Foto: dpa

Die Eigenheit der Deutschen, möglichst viel am Produkt selbst machen zu wollen, ist eine ihrer Stärken. Hier ein Besuch im Karlsruher Werk des Maschinenbauers IWKA. Foto: dpa

DAVOS. Laut der Studie, die zum Weltwirtschaftsforum in Davos präsentiert wurde, erwarten mehr als 90 Prozent von 1 100 befragten CEOs und Vorstandschefs, dass ihre Geschäfte sich in den kommenden zwölf Monaten positiv entwickeln. Und selbst bei einer Drei-Jahres-Perspektive ist kein Abflauen des Optimismus erkennbar. Dabei spielt die grenzüberschreitende Expansion eine herausragende Rolle. Allerdings mit veränderten Vorzeichen. "In der neuen Phase der Globalisierung dominieren die Konsumenten, nicht die Produzenten," sagte PWC-Chef Samuel DiPiazza.

Die verstärkte Orientierung an Absatzmärkten bleibt nicht ohne Folgen für grenzüberschreitende Investitionen. Statt Kostenreduzierung steht bei den Befagten jetzt die Suche nach neuen Märkten im Vordergrund. Befragt hat PWC zum zehnten Mal Topmanager aus 50 Ländern, allein 400 Spitzenkräfte aus Europa.

Vor allem die 70 von PWC befragten deutschen Topmanager zeichnen sich durch unerwartetes Selbstbewusstsein aus. "Deutsche Manager", sagt Wolfgang Wagner, "besinnen sich wieder auf ihre Stärken." Wagner ist Seniorpartner bei PWC und Chef von PWC-Eurofirms. Standortvorteile wie eine gut ausgebaute Infrastruktur und der Zugriff auf Schlüsseltechnologien spielten dabei eine große Rolle. "Typisch" sei auch, dass die Vorstandschefs den "Zugriff auf die gesamte Wertschöpfungskette" als einen entscheidenden Vorteil für ihre Unternehmen sehen. Das unterscheidet Deutsche auch ganz deutlich von Managern anderer Nationen. Dahinter verbirgt sich keine Kirchturmsstrategie. "Die Vorstände wollen für das geradestehen, was sie produzieren", sagt Wagner. Der Produktionsstandort sei dabei nebensächlich.

Die Studie räumt zudem mit dem Vorurteil auf, dass deutsche Manager die Internationalisierung teilweise verschlafen hätten. Beispiel China: Zwei Drittel der befragten Deutschen haben in diesem Land bereits investiert, aber nur ein Drittel der Manager weltweit.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×