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26.01.2001

15:01 Uhr

Wenn auch die Ergebnisse bei Qualcomm und JDS Uniphase nicht wirklich glänzen konnten, beinhalteten sie wenigstens kaum negative Überraschungen. Beide Werte tendierten nach dem New Yorker Börsenschluß kaum verändert. Der Erfinder der CDMA Mobilfunktechnologie, Qualcomm, konnte im ersten Quartal einen Gewinn vor ausserordentlichen Kosten in Höhe von 29 Cents pro Aktie melden. Damit werden die Schätzungen des Marktes um einen Cent geschlagen. Das Netto-Ergebnis fiel aufgrund von Rückstellungen weitaus schlechter aus.



Nach einem Gewinn von 177 Mill.$ im Vorjahr, kam es im abgelaufenen Quartal zu einem Verlust von 229 Mill.$. Qualcomm musste 595 Mill.$ an Rückstellungen vornehmen, um sich gegen einen möglichen Zahlungsausfall bei Globalstar abzusichern. Der Betreiber von Satteliten-Telefonen setzte vergangene Woche die Zahlungen auf Verbindlichkeiten aus.



Die Credit Suisse vermutete bereits vor einigen Tagen, dass Qualcomm einen Grossteil der Verbindlichkeiten ausbuchen würde. Qualcomms Management geht dennoch davon aus, dass Globalstar die Tore nicht schliessen und weiter expandieren wird. Was den Aktienkurs nachbörslich stützt waren vor allem die Kommentare zu den Aussichten. Das Management hält an den Gewinnprognosen für das zweite Quartal und Gesamtjahr 2001 fest.



Der von den Analysten erwartete Gewinn von 29 Cents für das Quartal oder 1,27$ für das Gesamtjahr sei realistisch. Die Anzahl der verkauften Mobilfunk-Chips soll nach 15 Millionen Stück im vierten Quartal auf 16 Millionen gesteigert werden. Die Auftragslage liege deutlich über diesem Niveau. Aufgrund von Kapazitätsengpässen bei einem Lieferanten könne die Nachfrage jedoch nicht gänzlich bedient werden. Das Problem dürfte im dritten Quartal beseitigt sein. Qualcomm geht davon aus, dass 2001 weltweit 90 Millionen CDMA Funktelefone verkauft werden können. Die durchschnittlichen Verkaufspreise dürften um 20% fallen. In diesem Zusammenhang wirft sich vor allem eine Frage auf: Wie wird sich die zunehmende Konkurrenz mit Nokia auswirken? Der Mobilfunk-Konzern hat eine eigene Version von CDMA Funktelefonen auf den Markt gebracht.



Fragen gibt es nicht nur bei Qualcomm, auch bei JDS Uniphase müssen Investoren mit Ungewissheiten leben. So konnte das Ergebnis im abgelaufenen zweiten Quartal mit 21 Cents pro Aktie die Erwartungen um 2 Cents übertreffen. Die kurzfristige Transparenz der Umsatzentwicklung sei jedoch getrübt, warnte das Management. Der Umsatz im Fiskaljahr 2001 könnte am unteren Ende der Erwartungen ausfallen.



"Die niedrigeren Umsatzprognosen reflektieren möglicherweise nachlassende Investitionen von Telekom Service Providern", teilte JDS Vorstand Jozef Strauss den Analysten mit. Während Telekom-Unternehmen die Investitionspläne reduzieren, senken andere Kunden wiederum die Lagerbestände. Beide Faktoren werden sich auf die Entwicklungen des laufenden Quartals belastend auswirken. Der Umsatz soll im dritten Quartal zwischen 7 und 10% über dem Niveau des zweiten Quartals liegen und damit in einer Spanne von 950 bis 1,02 Mrd.$. Die durchschnittlichen Analystenschätzungen liegen bei 1,03 Mrd.$. Die Gewinnerwartungen in Höhe von 21 Cents sollten dennoch erreicht werden.

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