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28.01.2003

10:56 Uhr

Qualifikationskriterien großzügig ausgelegt

DSV gibt „alten Herren“ noch eine WM-Chance

Die "alten Herren" bekommen eine letzte Chance. Bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz vom 1. bis 16. Februar stehen vor allem Markus Eberle, Stefan Stankalla und Max Rauffer unter Bewährung. "Ich erwarte, dass sie alles geben, um das Vertrauen zu rechtfertigen", sagte Cheftrainer Martin Oßwald am Dienstag und kündigte an: "In der nächsten Saison wird eh der zweite Schnitt gemacht."

HB/dpa STUTTGART. Der 33 Jahre alte Slalomfahrer Eberle (Kleinwalsertal) sowie die Abfahrer Stankalla (27/Partenkirchen) und Rauffer (30/Leitzachtal) hatten anders als Andreas Ertl (27/Lenggries) die geforderten zwei Weltcup-Platzierungen unter den besten 15 knapp verfehlt. "Ich erwarte mir da bei der WM eine Steigerung", gab Alpin-Chef Walter Vogel vor. "Ein 16. Platz ist ja ganz nett, aber wir fahren auch bei den Herren zu einer WM, um Top-Ten-Platzierungen zu erreichen."

Im Gegensatz zu den sieben qualifizierten Damen legte der Deutsche Skiverband (DSV) die Kriterien bei den Herren großzügiger aus. "Es wäre ja ein Unding, wenn wir nicht vertreten wären. Wir müssen auch an den deutschen Skisport denken", rechtfertigte Oßwald die aufgeweichten Kriterien. Insbesondere die Nominierung von Eberle stellte einen Grenzfall dar. "Er hatte einen gewissen Bonus, weil er immer die deutsche Fahne hoch gehalten hat", sagte Oßwald und war sich darin mit Alpin-Chef Walter Vogel einig: "Markus fährt im Training Traum-Zeiten, aber bringt es im Rennen nicht ganz runter."

Der 29-jährige Alois Vogl (Lohberg) hatte im Nachtslalom von Schladming am Dienstagabend seine letzte Chance, noch in die WM-Spur zu finden. Vogls 20. Platz von Wengen nach einjähriger Weltcup- Abstinenz war dem DSV für eine Nominierung nicht genug. "Er muss schon was bringen, allein der zweite Durchgang reicht nicht aus. Ein Platz zwischen zehn und zwölf, dann müssen wir drüber reden", erklärte Oßwald.

Bei unterklassigen Europacup- und FIS-Rennen an den zwei kommenden Wochenenden erhalten fünf Nachwuchsfahrer noch die Möglichkeit, die bislang 11-köpfige WM-Mannschaft aufzustocken. Kandidaten hierfür sind Peter Strodl, Rosi Mittermaiers Sohn Felix Neureuther (beide Partenkirchen), Christian Wanninger (Reichertshofen), Jendrek Stanek (Königssee) sowie Junioren-Slalomweltmeister Stefan Kogler (Schliersee).

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