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22.01.2001

19:48 Uhr

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en Finanzanalysten bläst momentan ein kräftiger Wind entgegen. Viele Anleger sind sauer. Sie hatten auf die teilweise euphorischen Vorhersagen bei Aktien des Neuen Marktes gebaut und kräftig investiert. Der Markt verlor jedoch deutlich und vernichtete so manches kleine Vermögen. Jetzt will das Wirtschaftsministerium die Experten mit Blick auf den Neuen Markt an die Kandare nehmen. Ein Analysten-Kodex soll her. Das riecht nach Populismus. Denn verantwortlich für sein Investment ist jeder Anleger selbst. Und den Unternehmen wird sich die Kapitalquelle Neuer Markt nicht verschließen. Es kommen wieder bessere Zeiten.

Ohnehin ist die Kritik überzogen: Es handelt sich beim Neuen Markt - und darauf haben die Banken immer hingewiesen - um ein Börsensegment mit hohen Kurschancen, aber auch großen Risiken. Außerdem schweben die Analysten und ihre Prognosen nicht im luftleeren Raum. Es gibt den Berufsverband DVFA, in dem die meisten Experten organisiert sind. Die Arbeit seiner Mitglieder basiert auf einer europaweit anerkannten Analystenausbildung. Und gerade für Unternehmen des Neuen Marktes hat die DVFA klare Regeln vorgegeben, wie diese zu analysieren sind. Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen. Gleichwohl gibt es etwas zu verbessern: Die DVFA-Ausbildung sollte für alle Analysten Vorschrift sein und noch praxisbezogener werden.

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