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30.01.2003

18:35 Uhr

Quam und Mobilcom sind aus dem Rennen

T-Mobile sieht nur vier UMTS-Anbieter

Der größte Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland, T-Mobile, rechnet mittelfristig nicht damit, dass mehr als vier Unternehmen auf dem deutschen Markt ein UMTS-Netz aufbauen und ihre Dienste anbieten werden.

Reuters BERLIN. Der Vorsitzende der Geschäftsführung von T Deutschland, -Mobile Timotheus Höttges, sagte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag in Berlin, der jüngste UMTS-Geschäftsplan von T-Mobile berücksichtige nach dem Ausscheiden der Konkurrenten Quam und Mobilcom nur noch vier Unternehmen. In den vorherigen Geschäftsplänen sei noch mit fünf UMTS-Anbietern gerechnet worden. Kaufinteressenten für die UMTS-Aktivitäten von Mobilcom und Quam gibt es seiner Einschätzung nach nicht.

"Ich halte es für unwahrscheinlich, dass ein weißer Ritter auftritt und die UMTS-Geschäfte von Mobilcom oder Quam übernimmt", sagte Höttges. "Und mit jedem Tag, der vergeht, wird ein möglicher Einstieg eines Investors auf dem deutschen UMTS-Mobilfunkmarkt unwahrscheinlicher." Grund dafür sei unter anderem, dass bis Jahresende ein funktionsfähiges Netz fertig gestellt sein müsse und damit ein Viertel der Bevölkerung erreicht werde. Die zum Verkauf stehenden UMTS-Netze von Mobilcom und Quam erfüllten diese Bedingung nicht. Zudem fehle ein Partner, der die UMTS-Netze mit dem GSM-Mobilfunknetze zusammenschalte, um eine flächendeckende Versorgung anbieten zu können. Neben T-Mobile sind noch Vodafone D2, E-Plus und O2 auf dem deutschen Mobilkfunkmarkt aktiv.

Für das laufende Jahr strebt T-Mobile in Deutschland nach Höttges Worten "eine signifikante Steigerung" des zuletzt bei 15 Prozent liegenden Umsatzes mit Datendiensten an. Dazu soll vor allem der Verkauf von so genannten MMS-Mobiltelefonen mit Digitalkamera beitragen, mit denen selbstgeschossene Fotos und multimediale Mitteilungen verschickt werden können. Es sei realistisch, dass im Weihnachtsgeschäft 2003 rund zwei Drittel der verkauften Handys MMS-Geräte sein. Ein konkretes Ziel für den Anteil des Datenumsatzes am Gesamtumsatz wollte Höttges nicht nennen.

Beim Verkauf von MMS-Handys liegt T-Mobile jedoch deutlich hinter seinem größten Konkurrenten Vodafone D2. Während T-Mobile bislang eigenen Angaben zufolge in Deutschland 200 000 Geräte absetze, hatten Vodafone am Jahresende 2002 bereits 250 000 MMS-Mobiltelefone veräußert. Mit den in Deutschland abgesetzten Geräten wurden den Angaben zufolge bislang rund zwei Millionen multimediale Mitteilungen verschickt. Europaweit verkaufte T-Mobile bislang 380 000 MMS-Geräte. T-Mobile bietet MMS seit gut einem halben Jahr an.

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