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16.01.2003

08:58 Uhr

Quartalsgewinn höher als erwartet - Schwacher Ausblick

Yahoo-Optimismus steckt Anleger nicht an

Deutliche Kursverluste mussten Yahoo-Aktien am Mittwoch im nachbörslichen Handel verbuchen, obwohl das Internetunternehmen kurz nach Sitzungsende überraschend gute Zahlen zum vierten Quartal veröffentlicht hatte.

vwd SANTA CLARA. Obwohl der Betreiber des gleichnamigen Internetportals die Analystenprognosen im vierten Quartal übertraf und einen positiven Ausblick auf das Ergebnis 2003 zeichnete, gaben die Titel nachbörslich um 6,3 Prozent auf 18,34 $ nach. Mit 0,08 $ je Aktie hatte Yahoo nicht nur das Ergebnis zum Vorjahreszeitraum (minus 0,02 $) deutlich gesteigert. Der Gewinn lagen auch um 0,02 $ je Aktie über den Prognosen der Analysten.

Händler begründeten den Kursrückgang mit einem Verweis auf den Ausblick. Yahoo habe zwar die Prognosen für 2003 angehoben. Der Ausblick ist für den Händler jedoch nur im Rahmen seiner Einschätzung ausgefallen. Die Erwartungen der Marktteilnehmer an die Ergebnisentwicklung seien sehr hoch gewesen. Deshalb sei der Titel bereits in den vergangen Tagen sehr gut gelaufen, so dass nun Gewinnmitnahmen eingesetzt hätten. Yahoo rechnet nun für das laufende Jahr mit einem EBITDA von 295 bis 330 Mill. $ bzw. mit einem EBITDA-Wachstum von 55 bis 65 Prozent. Bislang hatte der Internetportal-Betreiber ein EBITDA-Wachstum von 40 Prozent angekündigt.

Beim Umsatz möchte Yahoo im laufenden Jahr 1,15 bis 1,22 Mrd. $ erreichen, nachdem das Unternehmen bislang Einnahmen von 1,08 bis 1,18 Mrd.$ angekündigt hatte. Für den CEO Terry Semel sind die vorgelegten Zahlen und der Ausblick ein Grund zu Optimismus. "Wir hatten einen Plan, und wir haben ihn erfüllt. Das Ergebnis spricht für sich", sagte er auf einer Telefonkonferenz. Terry bezog sich dabei auf das Vorhaben des Unternehmens, den Anteil der Umsätze mit anderen Dienstleistungen als Werbung zu vergrößern.

Im vierten Quartal stieg der Werbeumsatz von Yahoo um 31 Prozent auf 177,5 Mill. $. Einnahmen aus Nutzungsgebühren kletterten jedoch inklusive des Stellenmarktes HotJobs noch stärker um 120 Prozent auf 89,4 Mill. $. Die Einnahmen im Zusammenhang mit Einkäufen über die Website legten um 45 Prozent auf 19 Mill. $ zu.

Der Umsatzanstieg bei den Nutzungsgebühren zeige, dass die Nutzer bereit seien, für neue Produkte, Dienstleistungen und Inhalte im Internet auch zu bezahlen, sagte Semel. Die Zahl der zahlenden Verbraucher und Kleinbetriebe habe Ende vergangenen Jahres 2,2 Millionen erreicht, nachdem es im Vorjahr lediglich 400 000 waren. Die Gesamtzahl der Nutzer habe sich um 14 Prozent auf 213 Millionen erhöht.

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