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17.01.2001

23:00 Uhr

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Quartalszahlen-Schwemme

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Quartalsergebnisse überfluten den Markt. Der Nasdaq taten die neuen Zahlen am Mittwoch gut. Das Technologiebarometer schloss mit über zwei Prozent im Plus. Die Rally vom Nachmittag konnte die Nasdaq zwar nicht fortführen - der Index stieg zwischenzeitlich um fünf Prozent - doch sorgten insgesamt positive Quartalszahlen für gutes Wetter bei Aktionären und Analysten. Nur der Dow dümpelte in der Verlustzone. Anleger investierten bei so guten Ergebnissen aus dem Technologiebereich lieber in Wachstumswerte. Defensive Aktien wurden vernachlässigt.

Schwung erhielten die Märkte auch von neuen Wirtschaftsdaten, die auf eine abkühlende Konjunktur hinweisen. Der Verbraucherpreisindex und die Zahlen zur Industrieproduktion für den Dezember sind geringer ausgefallen als erwartet. Anleger interpretieren die Zahlen positiv. Sie hoffen nun, dass die US-Notenbank erneuert die Leitzinsen senken wird.



Ganz oben auf der Nasdaq Siegerliste standen JDS Uniphase, Siebel und Applied Micro Circuits. Applied Micro Circuits und Juniper Networks bekamen einen kräftigen Schwung nach den Quartalsergebnissen, die die Analystenschätzungen geschlagen haben. Nur Intel und Cisco Systems, die im frühen Handel auf der Gewinnerseite standen, mussten gegen Abend wieder an Wert abgeben. Investoren verkauften die Werte und nahmen die Gewinne mit nach Hause.



Unter Kursverlusten litten die Ölwerte. "Sell on good news" heißt das an der Wall Street. Wie erwartet hat die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) am Morgen die tägliche Ölfördermenge um 1,5 Millionen Barrel gesenkt. Damit reagiert die OPEC auf den Antrag von Saudi Arabien und Kuwait, die die Reduzierung der Fördermenge gefordert hatten, um den Ölpreis zu stabilisieren. Exxon und Schlumberger verloren an Wert.



Mit der Veröffentlichung ging es nach Börsenschluss weiter. Auch diesmal konnte eine Reihe von Unternehmen die Analystenschätzungen schlagen. IBM übertraf die Erwartungen der Analysten mit einem Gewinn von 1,48 Dollar pro Aktie um drei Cents. Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte der Computerhersteller den Gewinn um 28 Prozent steigern. Der Umsatz legte um fast sechs Prozent auf 25,6 Millionen Dollar zu. Die guten Ergebnisse sind vor allem der robusten Nachfrage nach IBM´s Großrechnern zu verdanken. I2 Technologies kann die Konsensschätzungen übertreffen. Das Unternehmen hat einen Gewinn von neun Cents pro Aktie gemeldet. Erwartet waren lediglich acht Cents pro Aktie.



Traurige Nachrichten hat Apple für die Anleger. Der Computerhersteller verbuchte im vergangenen Quartal einen Verlust von 73 Cents. Erwartet waren lediglich 66 Cents.

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