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21.03.2004

09:54 Uhr

Räikkönen erneut nicht im Ziel

Schumacher siegt auch in Malaysia

Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher hat auch das zweite Saisonrennen für sich entschieden. Für die beiden anderen deutschen Fahrer endete der Lauf in Sepang mit einer Enttäuschung.

HB BERLIN. Michael Schumacher ist zu Beginn der neuen Formel 1-Saison eine Klasse für sich. Der Weltmeister dominierte auch den Großen Preis von Malaysia nach Belieben. Der Trainingsschnellste hatte sich beim Rennen über 56 Runden und 310,408 Kilometer Sepang gleich beim Start an die Spitze des Feldes geschoben. Diese Spitzenposition gab Michael Schumacher im Verlaufe des Rennens nur nach seinen Boxenstopps für kurze Zeit ab.

Juan Pablo Montoya als ärgster Verfolger kam während des gesamten Rennverlaufes nie näher als drei Sekunden an Schumacher heran. Der Kolumbianer übernahm nur einmal kurzzeitig die Spitzenposition, als Schumacher in Runde neun das erste Mal an die Box fuhr. Aber schon nach der ersten Runde nach diesem Boxenstopp lag Michael Schumacher wieder vorne.

Als Dritter überquerte Jenson Button die Ziele und holte zum ersten Mal in seiner Karriere einen Podestplatz. Der Brite steuerte seinen BAR-Honda damit wie schon in Australien in die Punkteränge. Der zweite Ferrari-Pilot Rubens Barrichello belegte Rang vier vor Jarno Trulli (Renault) und David Coulthard (McLaren-Mercedes).

In der Gesamtwertung hat Michael Schumacher nach dem zweiten von 18 Saisonrennen mit der Maximalpunktzahl 20 seinen Vorsprung ausgebaut. Zweiter ist nun Barrichello (13) vor Montoya (12.).

Nick Heidfeld und Ralf Schumacher beendeten das Rennen nicht. Der Mönchengladbacher Heidfeld musste schon in der 14. Runde zum zweiten Mal an die Box. Der Motor seines Jordan-Ford hatte permanente Aussetzer. In Runde 34 verlor der Bolide dann sichtbar an Geschwindigkeit. Heidfeld fuhr noch zwei Runden, bevor er von seinem Team in Runde 36 in die Box geholt wurde. Heidfeld musste seinen Wagen abstellen.

Ralf Schumacher, der dritte deutsche Fahrer im Feld, war in der 29. Runde nach einem Motorschaden ausgefallen. Der BMW-Williams-Pilot war zu diesem Zeitpunkt in der zweiten Wechselfahrer bis auf den dritten Rang nach vorne gespült worden. Ralf Schumacher hatte schon zuvor Probleme mit dem Wagen. Der selbe Defekt stoppte auch den Finnen Kimi Räikkönen (40. Runde). Der McLaren-Mercedes-Fahrer, der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls auf dem dritten Rang lag, sah damit auch im zweiten Saisonrennen nicht die Zielflagge.

Fernando Alonso, der nach seinem Dreher beim zweiten Qualifying vom 19. Startplatz aus ins Rennen gehen musste, hatte mit einem Renault schon nach vier Runden elf Plätze aufgeholt. In Runde 24 überholte Alonso auch David Coulthard und schob sich auf Rang sieben vor. Auf diesem Platz beendete der Spanier auch diesen Grand Prix. Seine Boxenstrategie zahlte sich nicht aus. Durch die langsameren Runden und die längere Standzeit seines zweiten und letzten Stopps musste er Coulthard wieder ziehen lassen.

Beim Start mussten sich alle Fahrer auf leichten Regen einstellen. Wenige Minute vor dem Start setzte auf einem Teil der Strecke der Regen ein, der aber schon nach wenige Minuten wieder aufhörte. Die Piste trocknete wieder ab. Einige nasse Stellen bereiten aber einigen Fahrern Probleme.

Für Mark Webber, den Zweiten des Qualifying, lief in Malaysia alles schief. Zunächst kam der Australier mit seinem Jaguar erst spät vom Start weg und fiel bis auf Rang elf zurück. Ein platter Reifen in Runde vier kostete ihm weitere Zeit. Ralf Schumacher hatte den Reifen mit seinem Frontflügel aufgeschlitzt. Dann handelte sich Webber auch noch eine Durchfahrtsstrafe ein, als er in der Boxengasse die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht einhielt, und wurde ganz nach hinten durchgereicht. In Runde 26 kam nach einem Dreher schließlich das endgültige Aus.

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