Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.03.2003

18:58 Uhr

Reaktion auf Schröders Regierungserklärung

Kuschetzki: Vorschläge springen zu kurz

VonHorst Kuschetzki (Vorstandsvorsitzender der Edscha AG, Remscheid)

Ich war hoffnungsvoll, bin aber enttäuscht worden. Die Vorschläge des Kanzlers zur Senkung der Lohnnebenkosten springen zu kurz, sind zu wenig konkret oder müssen erst noch in diversen Kommissionen erarbeitet werden. Zudem ist es Schröder nicht gelungen, der Bevölkerung und insbesondere den Unternehmern echten Aufbruchswillen zu signalisieren.

Horst Kuschetzki

Horst Kuschetzki

Im Gegenteil: Die aktuell hohe Zahl der Unternehmensschieflagen ganz global "krassen kaufmännischen und strategischen Managementfehlern" zuzuschreiben, empfinde ich als ungeheuerlich, noch dazu von einer Bundesregierung, die ihre Aufgaben seit Jahren nicht erfolgreich löst.

Eine gesetzliche Regelung anzudrohen, die Unternehmen zwingt, Ausbildungsplätze zu schaffen, ist meines Erachtens nicht nur das falsche Mittel, es verdichtet zusätzlich das deutsche Regulierungsdickicht. Und das Festhalten am Flächentarifvertrag, der gleiche Konkurrenzbedingungen innerhalb einer Branche schaffen soll, verkennt völlig, dass Industrieunternehmen heute in globalem Wettbewerb stehen. Diese Regierungserklärung wird kein Unternehmen, das über Abwanderung nachdenkt, überzeugt haben zu bleiben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×