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25.03.2003

17:24 Uhr

Rechnung mit sinkenden Rohölpreisen

Wintershall erwirtschaftete mehr Gewinn

Die Kasseler Wintershall AG hat im vergangenen Jahr angesichts konstanter Öl- und Gasproduktion und einer deutlichen Steigerung des Erdgashandelsgeschäfts unter dem Strich mehr verdient als 2001.

Reuters KASSEL. Für dieses Jahr rechne Wintershall zwar mit sinkenden Rohölpreisen. "Die hieraus resultierenden Einflüsse auf Umsatz und Ergebnis werden wir weitgehend durch weiteres Wachstum unserer Produktion ausgleichen können", gab sich Wintershall-Chef Reinier Zwitserloot am Dienstag aber zuversichtlich. Der Nachsteuergewinn der 100-prozentigen BASF-Tochter war 2002 auf 435 Millionen Euro von zuvor 420 Millionen Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis lag - wenn auch rückläufig - zum dritten Mal in Folge bei über eine Milliarde Euro.

Auf die Frage nach einem Ergebnisausblick für dieses Jahr sagte Zwitserloot, es gebe ein altes deutsches Sprichwort, das laute "Alle guten Dinge sind drei'. Er gehe aber davon aus, dass diese Redensart umgeschrieben werden müsse in "Alle guten Dinge sind vier'. Bei Ölpreis gehe Wintershall für dieses Jahr von etwa 25 bis 28 Dollar je Barrel (159 Liter) aus.

Wintershall stellte ferner für dieses Jahr einen Anstieg der Erdöl- und Erdgasförderung in Aussicht. Zugleich sollen die Reserven gesteigert werden. Im größten deutschen Erdölfeld Mittelplatte würden Produktionssteigerungen erwartet. Zudem rechne das Unternehmen damit, die Erdgasproduktion durch Inbetriebnahme neuer Erdgasfelder in der Nordsee zu erhöhen.

Bereits vorige Woche hatte BASF für seine Kasseler Öl- und Gastochter ein Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen - wie etwa Restrukturierungen - von 1,210 Milliarden Euro nach 1,308 Milliarden Euro im Jahr 2001 ausgewiesen. Wintershall ist nach eigenen Angaben der größte deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent und seit mehr als 70 Jahren in der Suche und Förderung dieser Rohstoffe tätig. Im vergangenen Jahr setzte Wintershall ohne Erdgassteuer netto 4,6 Milliarden Euro um, nach 4,9 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

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