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23.01.2001

10:19 Uhr

Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums in Vorbereitung

Verbot für BSE-Risikomaterial bei Arzneimittelherstellung

Mit der Rechtsverordnung des Gesundheitsministerium sollen Hochrisikomaterialien von der Pharmaproduktion ausgeschlossen werden und die Einfuhr von Arzneimitteln, die mit solchen Bestandteilen hergestellt wurden, verboten werden.

ap BERLIN. Die Verwendung von Rinderteilen mit BSE-Risiko in der Arzneimittelherstellung wird in Kürze verboten. Das hat das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag angekündigt. Mit der Rechtsverordnung sollen Hochrisikomaterialien von der Pharmaproduktion ausgeschlossen werden und die Einfuhr von Arzneimitteln, die mit solchen Bestandteilen hergestellt wurden, verboten werden.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) erklärte: "Wir wissen nicht genau, in welchem Ausmaß die Rinderbestände tatsächlich von BSE betroffen sind. In dieser Situation wollen wir bei der Herstellung von Arzneimitteln Risiken für die menschliche Gesundheit so weit wie möglich ausschließen."

Die BSE-Tests seien ein notwendiges Element des Verbraucherschutzes, könnten jedoch nur Infektionen in einem relativ fortgeschrittenen Stadium erkennen, teilte das Ministerium weiter mit. "Bestimmte Gewebe beziehungsweise Organe können auch schon in früheren Stadien in nicht unerheblichem Umfang mit BSE-Erregern belastet sein", hieß es weiter. Deshalb gelten Gehirn und Rückenmark vor allem lymphatische Organe wie die Mandeln, Thymusdrüse und Milz, außerdem der Darm als Hochrisikomaterialien.



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