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04.01.2001

10:59 Uhr

Redakteure fordern Rücktritt von Intendant Hodac

Prager TV-Streit geht weiter

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen CT in Tschechien strahlte am Donnerstag zwei verschiedene Nachrichtensendungen aus. Im seit Wochen schwelenden Streit will die sozialdemokratische Regierung an diesem Freitag ein neues Mediengesetz ins Abgeordnetenhaus einbringen.

dpa PRAG. In dem seit Wochen andauernden TV-Streit in Prag sind den Tschechen am Donnerstag wieder zwei grundverschiedene Nachrichtensendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen CT gezeigt worden. Einzige Gemeinsamkeit der Magazine war die allerdings unterschiedlich kommentierte Demonstration auf dem Wenzelsplatz, bei der am Mittwochabend Zehntausende von Menschen den Rücktritt von CT- Intendant Jiri Hodac gefordert hatten.

Aus einem besetzten Studio sendeten streikende Redakteure zunächst Zitate von Kundgebungsteilnehmern, die Hodac "Psycho-Terror" und "Zensur" vorwarfen. Kurz darauf strahlten Hodac-treue Redakteure eine eigene Nachrichtensendung aus, in der die Demonstration als "politisch motiviert" diskreditiert wurde. Im Parlament in Prag trat unterdessen der Medien-Ausschuss zu einer Sondersitzung zusammen.

Er wollte über das neue Mediengesetz beraten, das die sozialdemokratische Regierung an diesem Freitag ins Abgeordnetenhaus einbringen will. Mit der Novelle soll der TV-Streit beigelegt werden. Kritiker werfen dem vor zwei Wochen gewählten Hodac parteipolitische Bindung vor.

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