Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.07.2000

15:08 Uhr

Regierung

Chronologie zu Schröders Halbzeit-Bilanz

dpa BERLIN. Bundeskanzler Gehard Schröder (SPD) hat am Dienstag eine Bilanz seiner bisherigen Amtszeit gezogen. Hier die wichtigsten Stationen der ersten 21 Monate der vierjährigen Wahlperiode:

27.09.1998: Die SPD wird nach 16-jähriger Opposition bei der Bundestagswahl mit 40,9 % stärkste Partei und löst CDU/CSU unter Helmut Kohl ab. Im Bundestag hat Rot-Grün 345 von 669 Sitzen.

01.01.1999: EU-Vorsitz. Deutschland übernimmt für ein halbes Jahr den Ratsvorsitz der Gemeinschaft.

11.03.1999: Nach zahlreichen Auseinandersetzungen über den richtigen Kurs von Bundesregierung und SPD legt Parteichef und Finanzminister Oskar Lafontaine alle Ämter abrupt nieder. Vorausgegangen war Streit unter anderem über Korrekturen von Gesetzen der Vorgängerregierung, Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Öko-Steuer, Sparhaushalt und Atomausstieg. Am 12. April wird Schröder neuer SPD-Chef, Hans Eichel (SPD) Finanzminister.

24.03.1999: Kosovo-Krise, Beginn des elfwöchigen Nato-Luftkrieges gegen Jugoslawien, Rot-Grün schickt als erste deutsche Nachkriegsregierung Soldaten in einen bewaffneten Konflikt.

31.07.1999: Entlassung des auch parteiintern kritisierten Kanzleramtsministers Bodo Hombach (SPD). Er wird EU-Beauftragter für den Balkan-Stabilitätspakt.

19.09.1999: Schwere SPD-Wahlniederlage in Sachsen, 10,7 % sind der historische Tiefstwert bei Landtagswahlen. In den acht Monaten zuvor hat die SPD bereits die Regierungsmehrheit in Hessen und dem Saarland an die CDU verloren. In Brandenburg muss sie nach dem Verlust der absoluten Mehrheit mit der CDU koalieren. In Berlin büßt die SPD im Oktober ebenfalls Stimmen ein.

24.11.1999: Schröder einigt sich mit den Gläubiger-Banken des hoch verschuldeten Frankfurter Holzmann-Konzerns auf ein Sanierungskonzept.

07.12.1999: Schröder wird auf dem SPD-Bundesparteitag in Berlin mit 86,3 % als Parteichef bestätigt.

27.02.2000: Die SPD bleibt bei Landtagswahlen in Schleswig-Holstein stärkste Partei. Im Mai wird auch die rot-grüne Koalition in Nordrhein-Westfalen von den Wählern bestätigt.

15.06.2000: Bundesregierung und Industrie vereinbaren nach langem Tauziehen ihren Atom-Kompromiss.

14.07.2000: Der Bundesrat billigt die Steuerreform der rot-grünen Koalition mit überraschend klarer Mehrheit.

17.07.2000: Das deutsch-amerikanische Abkommen über die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern wird in Berlin unterzeichnet.



Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×