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17.03.2003

14:13 Uhr

Regierungsbildung abgeschlossen

China: Schüsselressorts der Regierung besetzt

Der chinesische Volkskongress hat am Montag die neue Regierung komplettiert, nachdem am Wochenende Hu Jintao zum Staatspräsidenten und Wen Jiabao zum Ministerpräsidenten gewählt worden waren. Neuer Außenminister ist der 62-jährige Li Zhaoxing, ein früherer Botschafter in den USA und bei den Vereinten Nationen.

HB/dpa PEKING. Der neue chinesische Außenminister Li Zhaoxing ist ein Amerika-Experte, der Höhen und Tiefen in den Beziehungen zwischen den USA und China hautnah miterlebt hat. Seine Berufung ist ein Zeichen für die Bedeutung, die China dem Verhältnis zu den USA beimisst. Der 62-Jährige ist ein erfahrener Diplomat bei den Vereinten Nationen, wo er sein Land von 1992 bis 1995 vertreten hat. Zuletzt war Li Zhaoxing für die USA zuständiger Vizeaußenminister. In Washington, wo er von 1998 bis 2001 als Botschafter diente, hat sich Li Zhaoxing als Verfechter chinesischer Interessen einen Namen gemacht. Sein diplomatisches Geschick wurde auf die Probe gestellt, als die Beziehungen durch Handelsdispute, die Verurteilung von Menschenrechtsverletzungen in China, Beschuldigungen über chinesische Spionage und die Nato-Bombardierung der chineschen Botschaft in Belgrad auf einen Tiefpunkt fielen.

Vorwürfe und Kritik kann er brüsk zurückweisen, zugleich aber diplomatisch geschickt die guten Absichten und das Interesse Chinas an guten Beziehungen betonen. Der am 20. Oktober 1940 in der Provinz Shandong geborene Li Zhaoxing sprich fließend Englisch und Französisch. Er studierte von 1958 bis 1964 Englisch und englische Literatur an der Peking-Universität. Über das Institut für Internationale Beziehungen ging er 1970 an die Botschaft in Nairobi. 1977 kehrte Li Zhaoxing nach Peking in die Informationsabteilung des Außenministeriums zurück und arbeitete von 1983 bis 1985 an die Botschaft in Lesotho. Das Mediengeschäft lernte Li Zhaoxing als Sprecher des Außenministeriums kennen. Er diente von 1985 bis 1990 als Vizedirektor und Direktor der Informationsabteilung des Außenministeriums.

Nach seiner Ernennung zum Staatssekretär wurde er 1992 Botschafter bei den Vereinten Nationen. Bevor er Botschafter in Washington wurde, diente von 1995 bis 1998 als Vizeaußenminister. 2001 kehrte er auf den Vizeaußenministerposten zurück.

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