Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.01.2002

13:47 Uhr

Regressansprüche der Gläubiger werden geprüft

Verwalter: TelDaFax war schon vor Insolvenzantrag zahlungsunfähig

Die Marburger Telefongesellschaft TelDaFax AG hat nach Ansicht des Insolvenzverwalters Bernd Reuss ihren Insolvenzantrag mehrere Monate zu spät gestellt.

dpa MARBURG. Spätestens im Herbst 2000 und nicht erst im April 2001 hätte wegen Zahlungsunfähigkeit der Antrag gestellt werden müssen, sagte Reuss am Dienstag. Daher werde nun geprüft, ob die Gläubiger für die Zeit der Insolvenzverschleppung ihre millionenschweren Regressansprüche gegen den Vorstand des Unternehmens geltend machen können. Seit November vergangenen Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft in Marburg wegen möglicher Insolvenzdelikte gegen den Vorstand des Unternehmens.

Der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Hans-Joachim Wölk, bestätigte einen Anfangsverdacht wegen verspäteter Insolvenzanmeldung. Es werde aber weiterhin "in alle Richtungen" ermittelt. "Das Verfahren ist offen: Wenn Betrügereien herauskommen, ist das kein Wunder, und wenn das Verfahren eingestellt wird, ist das auch kein Wunder." Noch sei das Landeskriminalamt in Wiesbaden mit der Auswertung der beschlagnahmten Akten und Computer der Telefongesellschaft beschäftigt. Die Deutsche Telekom AG hatte im Mai vergangenen Jahres wegen unbezahlter Rechnungen die Mietleitungen gekappt. Vor dem Finanzdebakel gehörte das Unternehmen zu den größeren Anbietern von Telefondienstleistungen in Deutschland.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×