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09.01.2003

15:18 Uhr

Reihe von Differenzen innerhalb der Regierung

London will angeblich Irak-Krieg verschieben

Großbritannien dringt bei den USA nach einem Zeitungsbericht darauf, den möglichen Irak-Krieg auf den Herbst zu verschieben. Die Regierung von Premierminister Tony Blair wolle den UN-Waffeninspekteuren damit mehr Zeit geben, klare Beweise für irakische Massenvernichtungswaffen zu finden, berichtete am Donnerstag der "Daily Telegraph" (London).

HB/dpa LONDON. "Der Premierminister hat deutlich gemacht, dass ... den Inspekteuren Zeit für die weitere Suche gegeben werden muss", zitierte die Zeitung eine hohe Regierungsquelle. Ein Sprecher von Blair sagte dagegen am Donnerstag in London: "Das ist nicht wahr."

Eine ganze Reihe von britischen Zeitungen berichtete über Differenzen innerhalb der Regierung zum Thema Irak. Eine Äußerung von Außenminister Jack Straw, wonach die Gefahr eines Krieges auf 40 Prozent gesunken ist, wurde von Blair nach einem Bericht des "Daily Mirror" als "äußerst dumm" bezeichnet. Blair sei "rasend" über Straws Äußerungen. Der Labour-Abgeordnete Tam Dalyell sagte: "Es ist Zeit für Jack Straw, seinen Rücktritt anzubieten."

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