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29.01.2003

15:00 Uhr

Rekordgewinn erwirtschaftet

Sony ist dank der Playstation in Höchstform

Der weltweit größte Unterhaltungselektronik-Konzern Sony hat im abgelaufenen Quartal dank des guten Geschäfts mit der Spielekonsole Playstation 2 und in der Film-Sparte einen Rekordgewinn erwirtschaftet.

Reuters TOKIO. Der Nettogewinn habe sich im dritten Quartal (zum 31. Dezember) auf 125,43 Milliarden Yen (rund 977 Millionen Euro) nahezu verdoppelt, teilte das japanische Unternehmen am Mittwoch in Tokio mit. Der operative Gewinn sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Viertel auf 199,52 Milliarden Yen geklettert.

Angesichts der weltweiten Marktschwäche hob der Konzern seine im Oktober abgegebene Prognose aber nicht erneut an, und geht weiterhin davon aus, im Geschäftsjahr 2002/2003 einen Nettogewinn von 180 Milliarden Yen zu erzielen. Das wäre mehr als zehn Mal so viel wie im Vorjahr. "Der wirtschaftliche Ausblick ist ungewiss und die Verbrauchernachfrage immer noch rückläufig", sagte Sony-Finanzchef Teruhisa Tokunaka bei einer Pressekonferenz. Den operativen Gewinn will Sony im Gesamtjahr mit rund 280 Milliarden Yen verdoppeln.

Den erwarteten Umsatzanstieg im Gesamtjahr gab Sony mit 0,3 Prozent auf 7,6 Billionen Yen an. Im dritten Quartal war der Umsatz um 1,2 Prozent auf 2,31 Billionen Yen geklettert. Mit der Gewinn-Steigerung im abgelaufenen Quartal sieht Sony die eigenen Prognosen übertroffen. Analysten zeigten sich aber wenig überrascht von den Ergebnissen. "Sony hat sehr solide Quartalszahlen präsentiert (...), aber die Zahlen sind ziemlich genau im Rahmen der Erwartungen ausgefallen", sagte Hajime Yagi, Fondsmanager bei Meiji Dresdner Asset Management.

Positive Entwicklungen berichtete der Unterhaltungselektronik-Konzern vor allem von seiner Spiele- und seiner Filmsparte. Mit der Spielekonsole Playstation 2 sei Sony zu absoluter Höchstform aufgelaufen und habe die Konkurrenzprodukte von Microsoft und Nintendo beim Absatz weit hinter sich gelassen, teilte der Konzern mit. Allein der Verkauf von Spielen habe insgesamt 35 Prozent des operativen Gewinns oder 71,7 Milliarden Yen ausgemacht. Sonys Film-Sparte, die 2002 so erfolgreiche Filme wie "Spiderman" oder "Men in Black II" in die Kinos brachte, habe ihr bislang bestes Jahr hinter sich. Im dritten Geschäftsquartal habe Sony zudem noch vom Verkauf von DVDs mit diesen Kassenschlagern profitiert.

Die Japaner kündigten zugleich an, wie der schwedische Partner Ericsson weitere 150 Millionen in das mit Verlust arbeitende Mobiltelefon-Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson zu stecken.

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