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09.02.2001

12:33 Uhr

Renate Künast will durchgreifen

Maßnahmen gegen BSE-Spuren in Exportfleisch

Verbraucherschutzministerin Renate Künast will schärfere Fleisch-Kontrollen einführen. Bis Montag sollen die Bundesländer dazu Vorschläge machen. Im Ausland wurden vermehrt Spuren von BSE-Material in deutschem Rindfleisch gefunden. Der EU-Kommissar für Verbraucherschutz hatte darauf Künast zum harten Durchgreifen aufgefordert.

Künast wegen BSE-Skandal unter Druck

Künast wegen BSE-Skandal unter Druck

dpa BERLIN. Nach wiederholten Exporten von deutschem Rindfleisch mit Spuren von BSE-Risikomaterial nach Großbritannien hat Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) von den Bundesländer schärfere Kontrollen gefordert. Bis zum Montag müssten die Länder Berichte mit Vorschlägen für Gegenmaßnahmen vorlegen, sagte die Sprecherin des Ministeriums, Sigrun Neuwerth, am Freitag in Berlin. Seit Mitte Januar seien vier Lieferungen mit verunreinigtem Fleisch aus Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein- Westfalen und Niedersachsen nach Großbritannien entdeckt worden.

Künast habe die Länder bei der Agrarministerkonferenz in Potsdam am vergangenen Mittwoch aufgerufen, sauberer zu schlachten und die Schlachtbetriebe präziser zu kontrollieren, sagte Neuwerth. Verunreinigte Rindfleisch-Exporte schadeten der deutschen Fleischwirtschaft. Die Ministerin bereite auch ein Antwortschreiben an den EU-Kommissar für Verbraucherschutz, David Byrne, vor. Dieser habe Künast zuvor in einem Brief zum Durchgreifen aufgefordert.

Um schärfere Kontrollen zu erreichen, müssten die Schlachtbetriebe notfalls mehr Personal einstellen, hieß es im Landwirtschaftsministerium.

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