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30.01.2003

11:57 Uhr

Rendite voraussichtlich mehr als fünf Prozent

Metro begibt Anleihe über 850 Millionen Euro

Der Handelskonzern Metro hat bei seinem ersten großen Auftritt am Kapitalmarkt eine Anleihe über 850 Mill. Euro begeben. Das Papier werde am 13. Februar 2008 fällig, teilten Metro und die federführenden Banken am Donnerstag mit.

Reuters FRANKFURT. Die Anleihe werde voraussichtlich einen Renditevorsprung (Spread) von 170 Basispunkten über Swapmitte haben. Die Festlegung der endgültigen Konditionen (Pricing) sei im weiteren Tagesverlauf geplant. Ausblickend sagte ein Sprecher des größten deutschen Handelskonzerns: "In diesem Jahr ist keine weitere große Emission geplant."

Konsortialführer sind den Angaben zufolge Deutsche Bank, Dresdner Kleinwort Wasserstein, HSBC und JP Morgan. Die Metro will nach eigenen Angaben mit der Neuemission eine 1998 begebene Wandelanleihe im Volumen von rund 767 Mill. Euro mit Kündigungsrecht Mitte März refinanzieren. Das Ablösevolumen für die Wandelanleihe beläuft sich nach Angaben eines Unternehmenssprechers auf 889 Mill. Euro.

Ursprünglich war die Begebung zweier Tranchen angestrebt worden, einer fünfjährigen über 750 Mill. Euro und einer siebenjährigen über 250 Mill. britische Pfund. Wie Metro am Donnerstag mitteilte, war die Pfund-Emission wegen der hohen Nachfrage nach dem Euro-Papier abgesagt worden.

Rendite voraussichtlich mehr als fünf Prozent

Die Anleihe der Metro dürfte ausgehend von den Spread-Vorgaben der Emittentin mit mehr als fünf Prozent rentieren. Ein Metro-Sprecher bekräftigte dennoch, es handle sich um eine günstige Emission. "Der Swap liegt zwar höher als vor zwei Monaten, trotzdem ist die Emission für uns günstig gelaufen, weil die Zinssätze etwas niedriger sind." Am europäischen Geldmarkt lag die Swapmitte am Dienstagvormittag für eine fünfjährige Restlaufzeit bei etwa 3,51 Prozent. Bei dem angestrebten Spread würde die Rendite der Euro-Tranche der Metro-Anleihe rund 5,21 Prozent betragen.

Nur Euro-Tranche begeben

"Auf Grund eines sehr guten Orderbuchs in Euro und einer im Vergleich zum Sterlingmarkt attraktiveren Preisgestaltung, hat die Metro Group sich entschieden, nur eine Euro-Tranche zu begeben", hieß es in einer Mitteilung des Konzerns. Die Emission sei bei mehr als 100 institutionellen Investoren in 15 europäischen Ländern platziert worden. Etwa 20 Prozent seien an Versicherungen und rund 40 Prozent an Fondsgesellschaften gegangen.

Die Ratingagentur Moody's hatte im Januar den Ausblick für ihre Metro-Ratings auf "negativ" von zuvor "stabil" gesenkt. Damit prüft die Agentur zwar noch nicht eine Herabstufung der Bewertung, aber die Wahrscheinlichkeit hat zugenommen, dass ein Rating-Schritt bei einer Überprüfung in der Zukunft eher nach unten als nach oben geht. Zurzeit bewertet Moody's die langfristigen Verbindlichkeiten von Metro mit "Baa1". Standard & Poors (S&P) vergibt für die Langfrist-Schulden von Metro die Note "BBB".

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