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31.01.2003

12:25 Uhr

Rettungskräfte brauchten Stunden für die Befreiungsaktion

Zugunglück in Australien

Bei einem der schwersten Zugunglücke in Australien seit Jahrzehnten sind am Freitag nach Angaben der Polizei mindestens neun Menschen ums Leben gekommen und 15 weitere schwer verletzt worden.

bek Reuters WATERFALL. Der Nahverkehrszug mit vier Waggons sei rund 40 Kilometer südlich von Sydney in entlegenem Buschland entgleist. Zwei Waggons hätten sich überschlagen. Mehrere Insassen wurden aus dem Zug geschleudert. Rettungskräfte brauchten mehr als drei Stunden, um 16 eingeschlossene Passagiere aus den Waggons zu befreien. Warum der Zug entgleiste, war unklar.

Der Zug war am Morgen mit Pendlern und Studenten von Sydney nach Port Kembla an der australischen Südküste unterwegs, als er entgleiste. Eine Passagierin, die sich eine Schulterverletzung zuzog, berichtete im australischen Fernsehen, der Zug habe offenbar kurz vor dem Unglück an Geschwindigkeit zugelegt: "Dann gab es einen großen Knall, wir kippten um und mein Waggon lag auf der Seite."

Ein Reuters-Fotograf berichtete, der Zug sei aus den Schienen gesprungen und auf den Bahndamm geprallt, wobei er Stromkabel wmitgerissen habe. Ein Mitarbeiter der Rettungskräfte berichtete im Rundfunk von grausigen Bildern an der Unglücksstelle: "Die Szene ähnelte dem, was wir kürzlich in Kriegsfilmen gesehen haben..., mit überall verstreuten Leichen."

Eine Sprecherin der Betreibergesellschaft teilte mit, in dem Unglückszug hätten sich rund 70 Menschen ufgehalten. Unter den Toten sei vermutlich auch der Zugführer. Das schwerste Bahnunglück in der Geschichte Australiens hatte sich 1977 ereignet. Damals war ein vollbesetzter Zug entgleist und gegen eine Betonbrücke geprallt. 83 Menschen kamen dabei ums Leben.

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