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04.01.2001

17:45 Uhr

ap MAINZ. Knapp elf Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz stehen die Chancen für einen Sieg der rot-gelben Regierungskoalition gut. Nach einer am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Untersuchung der Gesellschaft für Politik- und Sozialforschung (polis) würden momentan 42 % der Wähler der SPD ihre Stimme geben, sieben Prozent würden die FDP wählen. Auf die CDU würden demnach aktuell 39 % der Wählerstimmen entfallen.

Der Wiedereinzug der Grünen ist nach dem Untersuchungsergebnis, für das im Dezember 1 004 Rheinland-Pfälzer über 18 Jahre befragt wurden, unsicher: Ihnen würden derzeit nur rund fünf Prozent ihre Stimme geben. Bei einem der Vorhersage entsprechenden Wahlergebnis am 25. März würde die SPD damit ihr Ergebnis der letzten Wahl um 2,2 %punkte verbessern, die FDP würde dagegen 1,9 %punkte weniger erhalten. Tatsächlich rechnen allerdings 40 % der Befragten damit, dass die FDP den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde nicht schaffen wird.

Spendenaffäre schwächt immer noch das Unionsergebnis



Die CDU würde sich lediglich um 0,3 % nach oben bewegen. Fast die Hälfte (47 %) der Befragten stimmten der Aussage zu, dass sich die CDU in Rheinland-Pfalz nach der Parteispendenaffäre zwar oberflächlich erholt habe, aber noch lange nicht regierungsfähig sei. 32 % wollten sich dieser Meinung nicht anschließen. Immerhin bekäme die CDU momentan sieben Prozentpunkte mehr als im Februar 2000, als der Spendenskandal noch akut war.

Die Bilanz der Landesregierung fällt dagegen positiv aus: 58 % der Befragten sind mit den Leistungen der Regierung insgesamt zufrieden, Ministerpräsident Kurt Beck allein erhält sogar von 69 % ein Lob. Bei einer Direktwahl des Landesvaters würden sich 61 % für ihn aussprechen, während CDU-Spitzenkandidat Christoph Böhr lediglich 16 % ihre Zustimmung geben würden. Bei allen wichtigen landespolitischen Themen bekam die SPD mehr Kompetenz zugesprochen. Selbst beim traditionellen CDU-Feld "Innere Sicherheit" lag die SPD mit 39 % vor der Union, die nur 30 % der Befragten für kompetent hielten.



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