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04.01.2008

07:26 Uhr

Richtungsweisender Sieg

Obama und Huckabee gewinnen in Iowa

Die ersten Vorwahlen im Rennen um die US-Präsidentschaft haben der demokratische Senator Barack Obama und Mike Huckabee von der republikanischen Partei gewonnen. Besonders für Hillary Clinton kam die Niederlage überraschend – doch sie schlug sich tapfer und sprach von einer „großartigen Nacht für die Demokraten“.

Barack Obama feiert den Sieg mit seiner Familie. Foto: ap ap

Barack Obama feiert den Sieg mit seiner Familie. Foto: ap

HB DES MOINES. Huckabee setzte sich bei der parteiinternen Entscheidung am Donnerstagabend (Ortszeit) im Staat Iowa mit deutlichem Vorsprung gegen seinen Konkurrenten Mick Romney durch, Obama gewann bei den Demokraten klar gegen die Senatorin und ehemalige First Lady Hillary Rodham Clinton und den früheren Senator John Edwards.

Obama, der Senator von Illinois, erzielte rund 38 Prozent der Stimmen. Edwards kam auf den zweiten, Clinton auf den dritten Platz. Auf Huckabee, der bis zum vergangenen Jahr Gouverneur von Arkansas war, entfielen 34 Prozent, ein deutlicher Vorsprung gegenüber Romney, für den sich 25 Prozent aussprachen.

Sein Triumph in Iowa zeige, dass die „Zeit für den Wandel gekommen ist“, erklärte Obama vor jubelnden Anhängern in Des Moines. Bei einem Sieg bei der Präsidentenwahl im November würde der 46-Jährige der erste schwarze Präsident der USA. Er wolle ein Präsident sein, „der diesen Krieg im Irak beendet und unsere Truppen endlich nach Hause bringt, unser moralisches Ansehen wiederherstellt“, sagte Obama.

Die frühere First Lady Clinton gratulierte Obama und Edwards und sprach von einer „großartigen Nacht für die Demokraten“. Die hohe Wahlbeteiligung deute auf einen Sieg des demokratischen Kandidaten bei der Präsidentenwahl hin, erklärte Clinton. Für den Machtwechsel im Weißen Haus werde sie sich weiterhin so stark wie möglich engagieren, und sie sei bereit für den weiteren Wahlkampf.

Der demokratische Bewerber Chris Dodd zog angesichts seines schlechten Abschneidens seine Kandidatur zurück. Auch Joe Biden wollte seinen Wahlkampf beenden, wie aus seinem Umfeld verlautete.

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