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22.01.2004

10:15 Uhr

Risk-Management

Unternehmenschefs fürchten nicht den Terror - sondern den Markt

VonDirk Hinrich Heilmann

Terror, Krieg und Milliardenklagen haben das Bewusstsein der Top-Manager dafür geschärft, wie schnell der Bestand ihrer Unternehmen elementar gefährdet werden kann. Vorstände haben heute das Gefühl, wesentlich besser über die Risiken informiert zu sein als noch vor wenigen Jahren. Risikoscheu sind sie jedoch nicht.

Quelle: Handelsblatt

HB DAVOS. Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren Risikomanagementsysteme auf- oder ausgebaut und in Vorstand und Aufsichtsrat Schreckensszenarien durchgespielt. Doch das hat nicht zu einer verbreiteten generellen Risikoscheu geführt, wie eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungsfirma Pricewaterhouse Coopers belegt.

Im Gegenteil zeigten sich die 1 400 für die jährliche Global CEO Survey befragten Unternehmenslenker bereit, größere Risiken als im Vorjahr einzugehen, um von dem weithin erwarteten Aufschwung zu profitieren. 48 Prozent der Vorstandschefs gaben an, aggressiver Risiken in Kauf zu nehmen als vor einem Jahr, in der Technologie- und Medienbranche waren es sogar 58 Prozent.

Die größte Sorge der Chefs ist ein verschärfter Wettbewerb auf ihrem Markt. Er wurde von 63 Prozent der Befragten als Bedrohung genannt, an zweiter Stelle folgte die Überregulierung und der globale Terrorismus trieb nur 40 Prozent Sorgenfalten auf die Stirn.

Ein Grund dafür ist offenbar die Tatsache, dass die Vorstände heute das Gefühl haben, über die Risiken viel besser informiert zu sein als noch vor wenigen Jahren. Das gilt für die Europäer noch mehr als für US-Unternehmen: Während in den USA 42 Prozent der Befragten angaben, sie verfügten über unternehmensweite Risikoerfassungssysteme, waren es in Europa 80 Prozent.

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