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20.01.2003

08:02 Uhr

Rohner: Pay-TV zahlt zu wenig für Fußball-Bundesliga

Sat 1 attackiert Bezahlfernsehen

Der Privatsender Sat 1 will weiter über die Fußball-Bundesliga berichten, aber nur, wenn der Preis für die Übertragungsrechte sinkt.

cbu/jojo MÜNCHEN. "Fußball ist ein hochattraktives und teures Produkt. Ich bin dennoch zuversichtlich, dass wir die Bundesliga-Rechte behalten", sagt Urs Rohner, Chef der Pro Sieben Sat 1 Media AG, dem Handelsblatt. Um die Kosten für den defizitären Sender Sat 1 zu senken, fordert Rohner mehr Geld vom Bezahlfernsehen Premiere. Über die Verteilung der Rechtekosten zwischen Pay-TV und Free-TV müsse man sich Gedanken machen. Das Bezahlfernsehen, das alle Spiele der Fußball-Bundesliga live zeigt, zahle zu wenig.

Damit könnte Rohner eine neue Runde im Preispoker um die Bundesliga- Rechte eröffnen. Derzeit zahlt Sat 1 rund 80 Mill. Euro pro Saison. Die Bundesliga sei ein "hochdefizitäres Geschäft", klagt Rohner, der zu Preisen nichts sagte. Der TV-Konzern verfügt über eine Option für die nächste Saison. Zuletzt wurde spekuliert, Sat 1 wolle den Preis auf nur noch 50 Mill. Euro drücken. Sat 1 ist in einer guten Verhandlungsposition, da ARD und ZDF wegen der hohen Kosten längst abgewinkt haben.

Das Drehen der Preisspirale geht zu Lasten der Vereine. Schon im Sommer gingen die Preise nach unten. Bayern Münchens Manager Uli Hoeness forderte zuletzt sogar Preiserhöhungen.

Bis zur Insolvenz der Kirch-Gruppe befanden sich Pro Sieben Sat 1, Premiere und die Bundesligarechte in der Hand Leo Kirchs, so dass die Rechte intern weitergereicht wurden. Jetzt werden die drei Bereiche an verschiedene Investoren verkauft.

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