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09.03.2003

19:17 Uhr

Rote Laterne abgegeben

FCK feiert Schützenfest gegen Nürnberg

Mit einem Schützenfest im Kellerduell gegen einen desolaten 1. FC Nürnberg hat der 1. FC Kaiserslautern die "Rote Laterne" abgegeben und den "Club" in der Fußball-Bundesliga in arge Nöte gebracht. Dank des souveränen 5:0 (2:0) über die allerdings stark ersatzgeschwächten Gäste kletterten die Pfälzer in der Tabelle auf Platz 16 und haben nun wieder direkten Kontakt zum rettenden Ufer.

HB/dpa KAISERSLAUTERN. Vor 35 527 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion trafen Vratislav Lokvenc (19.), Miroslav Klose (25./Foulelfmeter), Jose Dominguez (62.), Christian Timm (64.) und Nenad Bjelica (88.) zum höchsten FCK- Saisonsieg. Für den auf den vorletzten Platz abgerutschten 1. FC Nürnberg wird die Lage im Abstiegskampf immer kritischer.

Fünf Tage nach dem umjubelten Einzug ins DFB-Pokalfinale musste FCK-Trainer Erik Gerets sein Erfolgsteam der Vorwochen am Sonntag auf zwei Positionen umstellen. Georg Koch stand an Stelle von Tim Wiese (Knieblessur) zwischen den Pfosten und "Oldie" Mario Basler rückte für Dimitrios Grammozis (Knöchelverletzung) in die Anfangsformation. Wie im Cup-Spiel gegen Bremen (3:0) agierten die Gastgeber druckvoll, brauchten aber einige Zeit, um ihre Überlegenheit gegen den defensiv ausgerichteten und "ohne Neun" angetretenen FCN in Tore umzumünzen.

Nachdem er in der 10. Minute noch knapp vorbei gezielt hatte, blieb Lokvenc bei seiner zweiten Großchance eiskalt. Der Tscheche profitierte beim wichtigen 1:0 allerdings von der Mithilfe der unaufmerksamen FCN-Abwehr und vor allem seines Gegenspielers Dusan Petkovic, der die von Klose per Kopf verlängerte Flanke des stark aufspielenden Basler per Hackentrick klären wollte, aber nicht ans Leder kam. Lokvenc bedankte sich mit seinem siebten Saisontreffer. Das Lauterer Spiel kam nun mehr auf Touren: Und nur sechs Minuten später erhöhte Klose vom Elfmeterpunkt auf 2:0. Zuvor konnte Andreas Wolf im Strafraum Dominguez nur mit einem Foul stoppen.

Auch nach Wiederanpfiff präsentierte Nürnberg, das nur durch Jacek Krzynowek (5.) und David Jarolim (78./Außenpfosten) Torgefährlichkeit andeutete, wie ein Absteiger. Nach vorne ging praktisch nichts und hinten leisteten sich die Abwehrspieler durch die Bank haarsträubende Fehler. So auch, als Klose (48.) per Kopfball nur den Pfosten traf. Das muntere Toreschießen ging dennoch weiter: Dominguez und der erst Sekunden zuvor eingewechselte Timm profitierten dabei von erneuten Unzulänglichkeiten des Gegners. Das Gros der enttäuschten "Club"-Fans trat bereits eine Viertelstunde vor Schluss die Heimreise an. Und verpassten, dass Bjelica noch etwas für das Torkonto seines FCK tat.

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