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11.01.2002

15:21 Uhr

RTL will aber noch Gespräche führen

Privatsender stoppen Werbespot "Kraft zum Leben"

Der Werbespot für das christliche Buch "Kraft zum Leben" ist seit Freitag nicht mehr im Fernsehen zu sehen. Die Privatsender kamen damit einer Aufforderung der Landesmedienanstalten nach, die Ausstrahlung zu beenden.

ap FRANKFURT/MAIN. Deren Gemeinsame Stelle Werbung, Recht, Europa und Verwaltung hatte darauf hingewiesen, dass der Rundfunkstaatsvertrag politische, weltanschauliche und religiöse Werbung im Fernsehen verbietet. RTL bekräftigte dagegen seine Rechtsauffassung, wonach diese Regelung nicht auf den Werbespot "Kraft zum Leben" anzuwenden sei.

«Wir bewerben ein Buch, keine Religion», sagte die Sprecherin des Kölner Senders, Ingrid Haas. Zwar werde der Spot vorläufig nicht gesendet, doch werde RTL über die unterschiedlichen Auffassungen mit der zuständigen Niedersächsischen Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk ein Gespräch führen. Deren Direktor Reinhold Albert sagte, falls RTL der Aufforderung, die Ausstrahlung des Werbespots zu beenden, nicht nachkomme, würde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren anlaufen, bei dem ein Bußgeld verhängt werden könnte.

In dem Spot der amerikanischen Arthur-S.-DeMoss-Stiftung werben Prominente wie der Golfstar Bernhard Langer, Fußballer Paulo Sergio (FC Bayern München) und Sänger Cliff Richard für das Buch. Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern der ARD und ZDF wurde er nicht gebucht.

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