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14.01.2004

12:53 Uhr

„Rubinho“ sieht sich noch nicht am Leistungszenit angekommen

Barrichello bleibt ein „Ferraristi"

Der Brasilianer Rubens Barichello hat seinen Vertrag beim italienischen Rennstall bis 2006 verlängert. Gleichzeitig hat er ein klares Ziel formuliert: Er will aus dem Schatten von Michael Schumacher heraustreten.

HB MADONNA DI CAMPIGLIO. Michael Schumachers Wasserträger träumt davon, wenigstens einmal den Titel holen zu können. "Ich hoffe, dass sich mein Traum erfüllt. Ich habe dafür jetzt drei weitere Jahre Zeit", sagte der brasilianische Formel-1-Fahrer blendend gelaunt nach der Bekanntgabe seiner Vertragsverlängerung mit Ferrari bis 2006 am Mittwoch.

"Ich hänge nicht von Michael ab", versicherte Barrichello beim traditionellen Marlboro-Medientreffen im italienischen Skiparadies Madonna di Campiglio, dass er sich gegenüber dem Superstar aus Kerpen nicht benachteiligt fühle. "Ich hoffe aber nicht, dass Michael erst aufhören muss, damit ich die WM gewinnen kann. Ferrari glaubt an mich, und ich glaube an Ferrari."

Barrichello bezeichnete die vorzeitige Einigung um weitere zwei Jahre - sein alter Kontrakt lief bis zum Saisonende 2004 - als Anerkennung seiner Arbeit. "Ich bin sehr zufrieden", sagte der siebenmalige Grand-Prix-Sieger. Zugleich räumte er ein, Alternativen gehabt zu haben. Unter anderem galt der Südamerikaner bei Williams- BMW als möglicher Nachfolger des Kolumbianers Juan Pablo Montoya, der 2005 zu McLaren-Mercedes wechselt. "Aber meine erste Wahl war und ist immer Ferrari", versicherte Barrichello, dass die Kontakte mit Konkurrenzteams nur harmlose Flirts waren und er mit vollem Herzen ein "Roter" ist.

Obwohl Barrichello nach Michael Schumacher der dienstälteste aktive Pilot ist und in seine zwölfte Grand-Prix-Saison geht, sieht er sich noch keinesfalls am Zenit angekommen. "Ich habe noch nicht mein Top-Niveau erreicht", sagte er. Er fahre jetzt mehr mit dem Kopf und weniger mit Händen und Füßen, wie zu Beginn seiner Laufbahn. Selbst nach Ablauf des neuen Vertrags mit dann 34 Jahren könne er sich durchaus eine Fortsetzung seiner Karriere vorstellen.

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