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10.01.2003

11:08 Uhr

Rückgang der Öl-Lieferungen

Zeitung: USA planen Venezuela-Initiative

Die USA planen einem Zeitungsbericht zufolge wegen des Rückgangs der Öl-Lieferungen aus Venezuela eine Initiative zur Beendigung des Streiks dort. Dies berichtete die "Washington Post" (Freitagausgabe) unter Berufung auf US- und ausländische Diplomatenkreise.

Reuters WASHINGTON. Demnach soll innerhalb einer Woche eine Staatengruppe mit dem Namen "Freunde Venezuelas" über die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) einen Vorschlag zur Lösung des seit Wochen anhaltenden Machtkampfes zwischen der Regierung und Oppositionellen vorlegen. Die USA beziehen etwa 13 % ihres Öls aus Venezuela, dem fünfgrößten Öl-Produzenten der Welt.

"Früher haben wir jeden Tag 1,5 Mill. Barrel Öl bekommen und jetzt bekommen wir die nicht", zitierte die "Post" Kreise des US-Außenministeriums. Zudem wolle man einer Initiative der linksgerichteten brasilianischen Regierung zuvorkommen, die ebenfalls die Bildung einer "Gruppe befreundeter Nationen" vorsieht. Die US-Regierung halte dies für kontraproduktiv. Brasilien sollte jedoch auch zu der US-Gruppe gehören. Als weitere Teilnehmer wurden Mexiko und Chile sowie möglicherweise Spanien und ein Vertreter von UNO-Generalsekretär Kofi Annan genannt.

Venezuelas Opposition fordert den Rücktritt von Präsident Hugo Chavez, dem sie unter anderem vorwerfen, ein kommunistisches Wirtschaftssystem nach dem Vorbild Kubas einrichten zu wollen. Öl macht 80 % der Exporte Venezuelas und 50 % der Staatseinkünfte aus. Am Donnerstag schlossen sich auch Bankangestellte dem Streik an. Die OAS vermittelt in dem Streit.

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