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16.01.2002

19:00 Uhr

Rücknahme der Insolvenz

MPC-Gruppe steigt bei Wünsche ein

Für die hochverschuldete Wünsche AG ist Rettung in Sicht: Die Hamburger MPC Holding will die Textilholding mit ihren Tochtergesellschaften Joop, Miles, Jansen Textil und Cinque übernehmen.

lip HAMBURG. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit der Hamburgischen Landesbank, der BHF-Bank sowie mit den Altaktionären vereinbart worden, teilte die MPC Holding in Hamburg mit.

Offen ist derzeit noch, ob der Insolvenzantrag rechtzeitig zurückgezogen werden kann. "Es ist davon auszugehen, dass der zuständige Richter einer Rücknahme des Insolvenzantrages durch den Wünsche-Vorstand noch zustimmt, sofern dieser innerhalb von maximal 48 Stunden erfolgt", betont John Benjamin Schroeder, geschäftsführender Gesellschafter der MPC Holding. Denn der Insolvenzverwalter hatte dem Amtsgericht bereits am Mittwoch ein Gutachten vorgelegt, in dem die Eröffnung des Verfahrens empfohlen wird. Die Wünsche AG hatte vor zwei Wochen wegen Überschuldung Insolvenz anmelden müssen. Der Wünsche-Kurs war gestern um 2 % auf 0,33 Euro gestiegen.

Die MPC Holding will nach eigenen Angaben mehrere Gesellschaften in die Holding einbringen: Dazu zählt die auf den Elektronikhandel spezialisierte Siemssen & Co. GmbH, die mit OTC-Arzneimitteln handelnde Pharma Impuls GmbH sowie eine Bekleidungsfirma, die das Geschäft der Textilhandelsbetriebe Miles und Jansen ausweitet.

Voraussetzung für die Wünsche-Sanierung ist, dass bei der Wünsche AG nach einem Kapitalschnitt eine Barkapitalerhöhung erfolgt. Daran wollen sich neben der MPC auch die Altaktionäre beteiligen - darunter der Immobilienmanager Albert Büll.

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