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26.01.2001

12:55 Uhr

Rückschlag bei Technologieaktien

Der Dax verliert

Der Verkauf der Ericsson-Handysparte hat die Technologiewerte am Frankfurter Aktienmarkt am Freitag unter Druck gesetzt.

vwd FRANKFURT. Ein Rückschlag bei den Technologieaktien drückt am Freitagmittag auf die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Der Dax verliert gegen 12.35 Uhr 52 Punkte oder 0,8 % auf 6 675 Punkte. Händler verweisen auf die Vorlagen aus den USA, dort sind die Technologiewerte nach einigen Gewinnwarnungen für das laufende Quartal unter die Räder gekommen. Derr Future auf den US-Technologie-Index der Nasdaq liegt schon wieder mit 1,5 % im Minus, der Future auf den US-Index S&P-500 mit einem halben Prozent. Gestützt wird die Stimmung allerdings von der Erwartung einer schnellen weiteren Leitzinssenkung und von schnellen Steuersenkungen in den USA.

Das lesen die Anleger auch aus den Aussagen des US-Notenbankpräsdidenten Alan Greenspan zu einer stagnierenden US-Wirtschaft im laufenden Quartal heraus. Die US-Notenbank tagt am kommenden Dienstag. Die Anleger hoffen nun auch, dass sich die Europäische Zentralbank der US-Notenbank schneller anschließen könnte als bisher erwartet. Denn nach den deutschen Importpreisen stiegen zuletzt auch die Erzeugerpreise langsamer als erwartet, und das Geldmengenwachstum nähert sich den Vorstellungen der Euro-Währungs-Hüter. Am Anleihenmarkt tendieren die Kurse somit auch freundlich und legen deutlich zu. Auch am Aktienmarkt können sich ausgewählte Aktien der Schwäche entziehen.

Auf der Verliererseite ganz oben stehen Epcos mit einem Minus von 5,1 % auf 92,70 Euro, Siemens fallen um 3,4 % auf 153,20 Euro, Infineon um 2,7 % auf 44,66 Euro, SAP-Vorzüge um 3,3 % auf 196,76 Euro und Deutsche Telekom um 1,1 % auf 34,64 Euro. Außerhalb des Technologiebereichs verzeichnen Deutsche Bank mit einem Minus von 3,0 % auf 99,49 Euro. Händler sprechen von charttechnisch orientierten Gewinnmitnahmen, nachdem der Kurs am Vortag den Rekordstand vom vergangenen August bei 103 Euro zwar getestet, aber nicht überwunden hat.

Von der Hoffnung schneller Steuersenkungen in den USA profitieren vor allem Daimler-Chrysler , die um 1,9 % auf 52,72 Euro steigen. Auch BMW , Thyssen und so genannte defensive Werte wie RWE und Schering präsentieren sich mit freundlichen Kursen. Karstadt steigen um 1,3 % auf 38,00 Euro. Dazu heißt es, der Kurs könnte sich sogar verdoppeln, wenn das Umstrukturierungs-Programm greife. Andererseits ist auch von Kurspflege die Rede, bestimmte Adressen seien daran interessiert, dass Adidas statt Karstadt für die Deutsche Post aus dem Dax weichen müsse. Ausschlaggebend für die Dax-Entscheidung ist unter anderem der Kurs am 31. Januar. Adidas können sich gut behaupten. Metro tendieren schwach.

Die Feinunze Gold wurde am Vormittag in London mit 264,50 $ gefixt.

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