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30.04.2003

07:57 Uhr

Rückschlag für Finanzplatz

HVB beendet Gespräche über Zahlungsverkehr

VonChristian Potthoff (Handelsblatt)

Die Bemühungen der deutschen Großbanken um eine Kooperation im Abwicklungsbereich haben einen herben Rückschlag erlitten. Nach Informationen des Handelsblatts zog sich die Hypo-Vereinsbank (HVB) aus den Gesprächen mit der Deutschen Bank und der Dresdner Bank über eine Zusammenarbeit im Zahlungsverkehr zurück.

FRANKFURT/M. Deutsche und Dresdner suchen aber weiterhin nach Wegen, um wenigstens zu zweit zusammenzukommen. "Die Gespräche laufen weiter", hieß es bei den beiden Frankfurter Banken.

Die Kreditinstitute suchen seit längerem nach Wegen, um durch Kooperationen in der Abwicklung sowohl im Zahlungsverkehr als auch im Wertpapierbereich die Kosten zu senken. Da die Abwicklung ein reines Mengengeschäft ist, verspricht eine Bündelung der Kräfte spürbare Einsparungen. Allerdings verursacht ein Systemwechsel oft hohe Kosten. Dies war offenbar auch der Grund für den Ausstieg der HVB. "Das Gemeinschaftsprojekt könnte erst in drei Jahren profitabel sein", hieß es bei einer der beteiligten Banken.

Dass die Gespräche hakten, hatte sich bereits seit längerem angedeutet. Deutsche und Dresdner verhandeln bereits seit vergangenem Mai, die HVB kam im Sommer dazu. Ursprünglich sollten die Details der Kooperation Ende vergangenen Jahres festgezurrt werden. Dies gelang aber nicht.

In großem Zeitverzug sind auch die Gespräche zwischen Deutscher Bank, Dresdner Bank und der Deutschen Börse über eine gemeinsame Abwicklung von Wertpapiergeschäften. Diese Feld ist komplexer als der Zahlungsverkehr. Finanzkreise sehen daher weniger Chancen auf eine Einigung als beim Zahlungsverkehr.

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