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15.06.2000

11:04 Uhr

dpa-afx HAMBURG. Angesichts der hohen Lizenzgebühren für die dritte Mobilfunkgeneration (UMTS) sind in diesem Markt frühestens in 15 bis 20 Jahren mit Gewinnen zu rechnen. Dies sagte Kim Frimer, Geschäftsführer des Telekommunikationsanbieters Talkline, in einem Gespräch mit der "Financial Times Deutschland". Die Finanzzeitung hatte neben anderen den Ausstieg von Talkline aus dem UMTS-Auktionsverfahren gemeldet.

Talkline hatte sich am Mittwoch aufgrund der zu erwartenden Kosten von 10 bis 20 Mrd. DM je Lizenz mit ihren Konsortialpartnern Tele Danmark und SBC Communications aus dem Bieterkreis zurückgezogen. Um die vier bis sechs zu vergebenden Lizenzen bewerben sich die inländischen Netzbetreiber Deutsche Telekom, D2 Mannesmann, e-plus und Viag Interkom. Hinzu kommen ausländische Anbieter wie France Telecom, MCI Worldcom und Hutchinson Whampoa.

Trotz der Abkühlung der Euphorie um die Zukunftsaussichten der UMTS-Dienstleistungen geht Frimer nicht davon aus, dass die Preise für die Lizenzen zurückgehen. Die von ihm genannte Zeitspanne bis zur Gewinnschwelle schließe möglicherweise auftretende technische Probleme nicht ein.

Auch die Wetbbewerbsbedingungen stellen für den Talkline-Chef ein Problem dar: Die etablierten Betreiber wollten neuen Wettbewerbern einen günstigen Einstieg verwehren. Somit rechne sich der Erwerb der Lizenz für Anbieter ohne eigenes Netz nicht. Aus diesem Grund rechnet der Talkline-Chef damit, dass auch Debitel in Kürze den Bieterkreis verlassen werde.

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