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06.01.2004

08:55 Uhr

Eine Begrenzung staatlicher Aktivitäten im Finanzsektor hat Dr. Manfred Weber, Hauptgeschäftsführer und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes deutscher Banken, am 8. 12. 2003 auf einer Veranstaltung der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Baden in Karlsruhe gefordert. Zu lange sei bereits an staatlichen Aktivitäten im Bankensektor festgehalten worden, für die es keinen plausiblen Grund gebe. Nur in Ausnahmefällen könnten einige Spezialinstitute tätig werden. Frankreich oder Italien zeigten, dass ein Rückzug des Staates die Effizienz der Banken fördere und nicht zulasten der Kunden gehe. Wenn sich jetzt der Internationale Währungsfonds (IWF), das Bundesfinanzministerium und die Deutsche Bundesbank für eine Reform des deutschen Bankwesens aussprächen, dürfe die Politik dieser Entwicklung nicht im Wege stehen. Leistungsfähige Banken seien für die deutsche Volkswirtschaft von zentraler Bedeutung.
Für Weber ist es unhaltbar, dass Fusionen und Übernahmen zwischen bestimmten Institutsgruppen in Deutschland nur "als Einbahnstraße" möglich seien. So bestehe derzeit zwar die Möglichkeit, dass öffentliche Banken private Institute übernähmen, der umgekehrte Weg sei aber versperrt. Aufgrund des zunehmend internationalen Konsolidierungsdrucks in Deutschland wie in Europa sei es allerhöchste Zeit, diesen Reformprozess zu beschleunigen.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 06.01.2004

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