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01.08.2000

20:58 Uhr

Ruhiger Handel

Deutscher Aktienmarkt schließt bei dünnen Umsätzen

Die deutschen Standardwerte haben im Sog der schwachen US-Computerbörse NASDAQ am Dienstag leichter geschlossen.

dpa FRANKFURT. Das Börsenbarometer DAX ging mit einem Minus von 0,62 % bei 7145,53 Punkten aus dem Handel. Der MDAX der 70 größten Nebenwerte kletterte hingegen um 1,16 % auf 4788,44 Zähler. Am Neuen Markt verlor der NEMAX 50 0,74 % auf 5834,31 Punkte.

In Paris schloss die Börse knapp behauptet. Der Aktienmarkt in London präsentierte sich leicht im Plus. Die im Euro-Stoxx-50 zusammengefassten europäischen Standardwerte gaben um 0,36 % auf 5104,23 Punkte nach.

Marktteilnehmer in Frankfurt sprachen von einem sehr ruhigen Handel. "Es ist nichts Spektakuläres passiert", meinte ein Händler. Das "Sommerloch" ziehe sich nun bereits seit dem Frühjahr hin. Nach einer Rückstufung des amerikanischen Investmenthauses Morgan Stanley Dean Witter bildete die Aktie der Versicherungsgruppe Münchener Rück das Schlusslicht im DAX. Der Titel verbilligte sich um 5,04 % auf 339 Euro. Gewinnmitnahmen belasteten die KarstadtQuelle-Aktien, die um 2,11 % auf 32,50 Euro nachgaben.

T-Aktien lagen um 0,57 % im Minus und kosteten zum Börsenschluss 46,74 Euro. Es gebe Hoffnungen am Markt, dass die Kosten für eine UMTS-Lizenz geringer als ursprünglich erwartet ausfallen könnten, erklärten Händler.

In der Gunst der Anleger standen die Titel des Softwareunternehmens SAP . Die Aktie zog um 3,35 % auf 247,01 Euro an. Der Markt honorierte die geplante Schließung von Pandesic, eines Gemeinschaftsunternehmens von SAP und des US- Halbleiterherstellers Intel.

Nach langer Zeit rückte auch die Aktie des Versorgers RWE wieder in den Mittelpunkt. Sie gewann 3,51 % auf 39,85 Euro. "Die Anleger sind nach den Kursschwankungen an der amerikanischen Computerbörse NASDAQ vorsichtig geworden", sagte Analyst Rainer Münch von der DG Bank Asset Management. Sie schichteten von Technologiewerten in die als sicher geltenden zyklischen Titel wie RWE um. Hypo-Vereinsbank verzeichneten einen Kursaufschlag von 2,94 % auf 64,49 Euro. Ralf Dibbern, Analyst bei M.M. Warburg, sieht in dem bayrischen Geldinstitut einen großen Gewinner der Steuerreform: "Die Hypo-Vereinsbank hat im Vergleich zu den anderen Banken bei ihren Geschäften einen relativ hohen Inlandsanteil". Deshalb profitiere die Aktie besonders stark von der Senkung der Körperschaftsteuer.

Der Rentenmarkt tendierte etwas fester. Der Bund-Future lag mit 105,81 Punkten um 0,4 % fester. Gleichzeitig notierte der Rentenmarktindex REX bei 109,85 Zählern um 0,2 % höher. Die Bundesbank hatte die Umlaufrendite bei 5,25 % (Montag: 5,28) festgestellt.

Der Euro stand am Abend unter Druck und pendelte um die 92-Cent- Marke. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Abend 0,9206 §. Damit war ein Dollar 2,1246 DM wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Euro-Referenzkurs bei 0,9264 $ nach 0,9243 $ am Vortag fest. Danach war ein Dollar 2,1113 DM (2,1160 DM) wert.

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